Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett gehören zu den intensivsten Lebensphasen von Frauen. In dieser Zeit stehen ihnen und ihren Familien vom Anfang der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit Hebammen zur Seite.

Sie unterstützen den natürlichen Verlauf von Schwangerschaft und Geburt. Ein Arzt / eine Ärztin wird dann hinzugezogen, wenn etwas nicht mehr regelgerecht verläuft. Bis zu diesem Punkt ist die Hebamme dazu ausgebildet, Frauen vollumfänglich medizinisch zu betreuen. Im Wochenbett fördern sie die Einheit von Mutter und Kind und begleiten die Eltern in der frühen Phase der Elternschaft.

Der Studiengang vermittelt auf wissenschaftlicher Grundlage theoretische Kenntnisse und praktische Handlungskompetenzen für die Hebammenarbeit und Hebammenwissenschaft. Er befähigt die Studierenden dazu, hochkomplexe Betreuungsprozesse auf der Grundlage wissenschaftsbasierter Entscheidungen eigenständig zu planen, zu steuern und zu gestalten

Aktuelles
Abschluss
Bachelor of Science
Regelstudienzeit
7 Semester
Zulassungsbeschränkung
studiengangsspezifisch
Nähere Informationen hierzu
Studienfachanteile
Besonderheiten

Ein besonderes Augenmerk des Studiums liegt auf einer intensiven Verzahnung von Theorie und Praxis. Dies wird gewährleistet durch hochqualifizierte Lehrende mit Praxiserfahrung, problemorientierte Ansätze in der Unterrichtsgestaltung und eine kontinuierliche fachpraktischen Vertiefung des Gelernten in simulierten Lernumgebungen (Simulationslabor). Gemeinsam mit Verantwortlichen der Praxisstellen findet eine regelmäßige Reflexion des berufspraktischen Studiums und eine individuelle Lernbegleitung statt.

Durchgängiges Leitprinzip im Studienverlauf ist die interprofessionelle und interdisziplinäre Vernetzung mit anderen gesundheitswissenschaftlichen und fachnahen Studiengängen der TH Nürnberg. Dabei werden überfachliche Schwerpunktthemen in studiengangübergreifenden Lehrveranstaltungen aufgegriffen und ein interprofessioneller Austausch ermöglicht.

Interessante Zahlen und Daten

Mit dem Abschluss des Studiengangs erwerben die Studierenden eine staatliche Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung Hebamme sowie den akademischen Grad Bachelor of Science, der einen direkten Berufseinstieg bzw. die Befähigung zum Masterstudium ermöglicht.

Erstakkreditierung des Studiengangs bis September 2022.

Studienbeginn
Wintersemester
Studienbeginn ab 2021
Bewerbungszeitraum
Für das Wintersemester: 02.05.2021 bis 30.06.2021
Duale Studienvarianten
Hebammenwissenschaft ist ein dualer, praxisintegrierender Studiengang
Zuständige Fakultät
bislang keiner Fakultät zugeordnet (➔ Nürnberg School of Health)

Der Bachelorstudiengang Hebammenwissenschaft ist auf 7 Semester Regelstudienzeit angelegt und lässt sich in drei Studienabschnitte einteilen.

Praxisbezug des Studiengangs

Die Praxiseinsätze umfassen insgesamt 2.400 Stunden. Sie finden über den gesamten Studienverlauf hinweg blockweise innerhalb der Vorlesungszeiten und innerhalb der veranstaltungsfreien Zeiten in klinischen und außerklinischen Einsatzbereichen statt. Ein akademischer Ausbildungsvertrag mit der primären Praxiseinrichtung garantiert den jährlichen Urlaubsanspruch und eine angemessene Vergütung der Studierenden. Die Praxiseinsätze können (mit entsprechendem Ausgleich) auch Wochenenden und Feiertage sowie Nachtdienste umfassen. Das 5. Semester wird komplett als Praxissemester umgesetzt, ein Begleitseminar unterstützt die Studierenden bei der Umsetzung eines Praxisforschungsprojekts.

Die Lernortkooperation zwischen Hochschule und Praxiseinrichtungen bildet ein zentrales Element des dualen Studiums. Ziel ist eine enge Verzahnung von hochschulischem und praktischem Lernort.

Die folgenden Modulbeschreibungen geben Ihnen einen Eindruck von den konkreten Studieninhalten. Die für jedes Semester aktuelle und vollständige Modulbeschreibung samt Detailinformationen finden Sie im Modulhandbuch, das zu gegebener Zeit an dieser Stelle veröffentlicht wird.

Module im 1. und 2. Semester (Erster Studienabschnitt)

Lernziele

Beschreibung folgt

 

Inhalt
  • Bezugswissenschaften kennenlernen (Geschichte, Entwicklung, Tätigkeitsfelder, Rollenverständnis), berufliche Identität entwickeln
  • Lernen, Selbstorganisation und Motivation (Lernen 4.0, OER und MOOCs, Big Data Basics)
  • Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens anwenden
  • Grundlagen der evidenzbasierten Praxis
Lernziele

Beschreibung folgt

 

Inhalt
  • Einführung in das deutsche Gesundheitswesen
  • Datenschutz (DGSVO)
  • Grundlagen Sozialversicherungsrecht (SGB V)
  • Medizinproduktegesetz
  • Berufs- und Arbeitsrecht
Lernziele

Beschreibung folgt

 

Inhalt

1.

  • Medizinische Mikrobiologie, Krankenhaus-, Umwelt- und Individualhygiene
  • Spezifische Anatomie und Funktionen im menschlichen Organismus
  • Grundlagen der Endokrinologie in Bezug auf die menschliche Fortpflanzung sowie mögliche Störungen
  • Beratung zur Empfängnisregelung
  • Genetik und Epigenetik, Embryologie
  • Überblick über die Lebensphasen der Frau mit deren Besonderheiten für die Gesunderhaltung
  • Embryonale und fetale Entwicklung einschließlich der plazentaren Entwicklung
  • Grundlagen der Pharmakologie

2.

  • Feststellung einer Schwangerschaft
  • Physiologische Veränderungen während der Schwangerschaft
  • Basiswissen geburtshilflicher Ultraschall
  • Pathogenese, klinische Symptomatik, Diagnostik und Therapie von Schwangerschaftsbeschwerden und –erkrankungen
  • Stoffwechselfunktion und Ernährung während der Schwangerschaft
  • Besonderheiten bei Mehrlingsschwangerschaft
  • Schwangerschaft bei mütterlichen und kindlichen Erkrankungen
  • Pharmakologie in der Schwangerschaft, Komplementäre Ansätze
  • Pränatale Psychologie
 
Lernziele

    Beschreibung folgt

     

    Inhalt
    • Hebammenbegleitung in der Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung
    • Anamnese, Untersuchung, Aufklärung und Beratung in der Schwangerschaftsbegleitung
    • Gesundheitsförderung von Mutter und Kind, Umgang mit Schwangerschaftsbeschwerden
    • Rechtliche Aspekte in der Schwangerschaftsbegleitung, Grundlagen des Mutterschutzes
    • Geburtsvorbereitungskurs
    • Schwangerschaft als Zeit des Übergangs und der Veränderung (kulturelle Aspekte, Elternwerden, Mutterwerden, Partnerschaftliche Veränderungen, Sexualität, etc.)
    • Hebammenbegleitung in besonderen Schwangerschaften (Zwillingsschwangerschaften, Frühgeburtsbestrebungen, Gestose, chronische Grunderkrankungen, Teenager-Schwangerschaften, Drogenabusus, pränataldiagnostischer Befund, etc.)
    • Praxisreflexion

     

     
    Lernziele

    Beschreibung folgt

     

    Inhalt

    1.

    • Grundlagen der gynäkologischen Krankheitslehre
    • Hebammenrelevante psychosomatische und psychiatrische Erkrankungen
    • Notfallversorgung (Erste-Hilfe)

    2.

    • Anatomische und physiologische Grundlagen der Geburt
    • Geburtsphasen, Geburtsmechanismus (Hinterhauptshaltung)
    • Wehenphysiologie und –pathologie
    • Protrahierte Geburt, Beckenendlagen, regelwidriger Geburtsmechanismus, Pathologie der Geburt
    • Notfälle in der Geburtshilfe
    • Geburtshilfliche Operationen, Instrumentenkunde
    • Pharmakologie Geburt, Komplementäre Ansätze

     

     

    Lernziele

    Beschreibung folgt

     

    Inhalt
    • Geburt als individuelles Ereignis im Lebenszyklus von Frauen
    • Anamneseerhebung im Geburtsprozess (klinisch, außerklinisch)
    • Gebärprozess/Geburtsfortschritt beurteilen, vaginale Untersuchung, anatomische und funktionale Beckendiagnostik
    • Fetale Herztonüberwachung
    • Maßnahmen der Wehenverarbeitung und Schmerzerleichterung, Gebärpositionen und Lagerungswechsel
    • Dammschützende Maßnahmen
    • Scheidendammschnitt
    • Abnabelung und Erstversorgung des Kindes
    • Postpartale Versorgung und Überwachung von Mutter und Kind
    • Leitung der Plazentarperiode (Physiologie und Pathologie), manuelle Plazentalösung, Inspektion der Plazenta, Blutverlust messen
    • Assessment genitaler Verletzungen, Scheidendammschnitt versorgen und nähen
    • Beckenendlagengeburten leiten
    • Leitung regelwidriger und pathologischer Geburten
    • Kommunikation und Interaktion mit der Gebärenden und Begleitpersonen (professionelle Beziehungsarbeit), Interdisziplinäre fachliche Kommunikation, jeweils auch in Notfällen
    • Dokumentation und rechtliche Aspekte der Geburt
    • Praxisreflexion



    Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung I

    Einsatzbereich: Kreißsaal, Schwangerenambulanz (331,1 Std.)
    Praxisbegleitung: Jede/r Studierende/r einmal innerhalb des Praxismoduls

    Lernziele

    Beschreibung folgt

    Inhalt
    • Orientierung im klinischen Kontext, Strukturen und Abläufe des Kreißsaals kennen lernen
    • Berufliche Identifikation mit der eigenen Rolle im Kreißsaalteam
    • Hygiene und Selbstschutz
    • Praktische Kreißsaalarbeit: CTG-Grundlagen, Leopold’sche Handgriffe und Pinardrohr, Vitalzeichen messen (RR, Puls), Pflege (Waschen, Mobilisation)
    • Geburt begleiten: Atemhilfe, Massage, erste Grundlagen zu Geburtsphasen und Wehenpalpation
    • Praxis der Zyklusanamnese, Geburtenanamnese, Eigenanamnese, Familienanamnese, Sozialanamnese
    • Aufklärung und Beratung in der Schwangerschaftsbegleitung
    • Beratung zu Schwangerschaftsbeschwerden, Ernährung, Verhütung, Geburtsplanung, Wahl des Geburtsortes
    • Abdominale Untersuchung, Symphysen-Fundus-Abstand, Beckenbeurteilung
    • Begleitung von physiologischen Schwangerschaften (Vorsorgeuntersuchungen)
    • Verwenden von unterschiedlichen Dokumentationsformen mit Benutzung von Fachtermini

    Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung II

    Einsatzbereich: Kreißsaal, Schwangerenambulanz (123,2 Std.)
    Einsatzbereich: außerklinische Einrichtung/Hebammenpraxis (154 Std.)
    Praxisbegleitung: Jede/r Studierende/r einmal innerhalb des Praxismoduls

    Lernziele

    Beschreibung folgt

    Inhalt
    • Organisationsstrukturen der Freiberuflichkeit
    • Einblick in die Hebammentätigkeit der außerklinischen Begleitung von Schwangeren
    • Berufliche Identifikation mit der eigenen Rolle in der außerklinischen Hebammenpraxis
    • Erfassung der sozialen Situation der Frauen und deren Familien
    • Festlegen von Hebammendiagnosen, -zielen und -maßnahmen in einem Behandlungsplan
    • Geburtsvorbereitungskurs
    • Laboruntersuchungen einleiten (Blutentnahme, Venenverweilkanüle legen, Urinuntersuchung)
    • Maßnahmen der Ersten Hilfe
    • Mitbegleitung von Risikoschwangerschaften

    Module im 3. bis 5. Semester (Zweiter Studienabschnitt)

    Lernziele

    Beschreibung folgt

     

    Inhalt
    • Kommunikationstheoretische Grundlagen
    • Gesprächs-, Präsentations- und Beratungstechniken
    • Diversität und interkulturelle Verständigung
    • Schwierige Gespräche führen
    Lernziele

    Beschreibung folgt

     

    Inhalt

    1. Deskriptive Statistik

    2. Quantitative und qualitative Forschungsdesigns der empirischen Sozialforschung und ihre gegenstandangemessene Anwendung in den Gesundheitswissenschaften
    Verfahren der Datenerhebung und Datenauswertung


    Lernziele

    Beschreibung folgt

     

    Inhalt

    1. Ethik in Gesundheit und Pflege

    2.

    • Professionelles Handeln im Spannungsfeld von Autonomie und Selbstbestimmung, Diversität und Interkulturalität
    • Ethische Konzepte im Kontext klinischer Entscheidungsfindung
     
    Lernziele

      Beschreibung folgt

       

      Inhalt
      • Geburt als individuelles Ereignis im Lebenszyklus von Frauen
      • Anamneseerhebung im Geburtsprozess (klinisch, außerklinisch)
      • Gebärprozess/Geburtsfortschritt beurteilen, vaginale Untersuchung, anatomische und funktionale Beckendiagnostik
      • Fetale Herztonüberwachung
      • Maßnahmen der Wehenverarbeitung und Schmerzerleichterung, Gebärpositionen und Lagerungswechsel
      • Dammschützende Maßnahmen
      • Scheidendammschnitt
      • Abnabelung und Erstversorgung des Kindes
      • Postpartale Versorgung und Überwachung von Mutter und Kind
      • Leitung der Plazentarperiode (Physiologie und Pathologie), manuelle Plazentalösung, Inspektion der Plazenta, Blutverlust messen
      • Assessment genitaler Verletzungen, Scheidendammschnitt versorgen und nähen
      • Beckenendlagengeburten leiten
      • Leitung regelwidriger und pathologischer Geburten
      • Kommunikation und Interaktion mit der Gebärenden und Begleitpersonen (professionelle Beziehungsarbeit), Interdisziplinäre fachliche Kommunikation, jeweils auch in Notfällen
      • Dokumentation und rechtliche Aspekte der Geburt
      • Praxisreflexion
       
      Lernziele

      Beschreibung folgt

       

      Inhalt
      • Physiologische Entwicklung des gesunden Neugeborenen
      • Intergeschlechtlichkeit
      • Neonatale Notfallversorgung (Risiken und Warnzeichen, Notfallmanagement)
      • Geburtsverletzungen, Infektionen der Neonatalperiode
      • Angeborene Fehlbildungen
      • Neugeborenenikterus / Ikterus neonatorum
      • Dystrophes Neugeborenes, Pflege und Überwachung von Frühgeborenen
      • Spezielle Krankheitsbilder und Verläufe der Neugeborenen- und Säuglingsperiode
      • Kindesmisshandlung, Vernachlässigung, Kindesmissbrauch
      Lernziele

      Beschreibung folgt

       

      Inhalt
      • Physiologische Veränderungen postpartum, Wöchnerin und Familienbildung im ersten Jahr nach der Geburt, Behandlungsplan
      • Versorgung des Neugeborenen /Säuglings
      • Stillen
      • Rückbildungskurs
      • Kulturelle Aspekte und Veränderungen, Theorien zu Eltern/Mutterwerden
      • Förderung der Eltern-Kind-Bindung
      • Pathologische Veränderungen und Begleitung in besonderen Situationen (Gemini, Frühgeburt, Sectio, chronische Grunderkrankungen, Teenager, Neugeborene mit besonderen Bedürfnissen, Drogenabusus)
      • Unterstützung nach Fehl- und Totgeburt, Trauermodelle
      • Praxisreflexion
      Lernziele

      Beschreibung folgt

       

      Inhalt
      • Konzepte, Begriffe und Geschichte der Evidenzbasierten Medizin und Entwicklung der Evidenzbasierten Praxis
      • Gesundheitspolitischer und -ökonomischer Kontext der EbM-Diskussion
      • Klinische Forschung und klinische Entscheidungsprozesse
      • Entwickeln und Formulieren klinischer sowie praxisrelevanter Fragestellungen
      • Analyse und fachliches Interpretieren und Präsentieren von systematischen Reviews, Meta-Analysen, Health Technology Assessments und evidenzbasierten Leitlinien
      • Systematische Recherche in relevanten Datenbanken und kritische Bewertung von Studien (insb. randomisierte kontrollierte und quasi-experimentelle Studien)

      Praktische Geburtshilfe I

      Einsatzbereich: Kreißsaal (254,1 Std.)
      Einsatzbereich: außerklinische Einrichtung/Hebammenpraxis (115,5 Std.)
      Praxisbegleitung: Jede/r Studierende/r einmal innerhalb des Praxismoduls

      Lernziele

      Beschreibung folgt

      Inhalt
      • Anamneseerhebung im Geburtsprozess (klinisch, außerklinisch)
      • Bedürfnisorientierte Begleitung der Gebärenden in den unterschiedlichen Geburtsphasen (incl. Nachgeburtsperiode), Unterstützung der Autonomie der Frau
      • Maßnahmen der Wehenverarbeitung und Schmerzerleichterung, Gebärpositionen und Lagerungswechsel
      • Komplementäre Ansätze
      • Einschätzung des Geburtsfortschritts (z.B. abdominale Untersuchung, Beobachtung, vaginale Untersuchung, anatomische und funktionale Beckendiagnostik)
      • etale Herztonüberwachung
      • Dammschützende Maßnahmen
      • Vitalität des Neugeborenen beurteilen, Abnabelung und Erstversorgung des Neugeborenen, Erstuntersuchung des Neugeborenen, Unterstützung von Bonding und erstem Stillen
      • Postpartale Überwachung von Mutter und Kind
      • Dokumentation der Geburt in ein Partogramm

       

      Praktische Geburtshilfe II

      Einsatzbereich: Kreißsaal (308 Std.)
      Kommunikation und Interaktion mit der Gebärenden und Begleitpersonen (professionelle Beziehungsarbeit)

      Lernziele

      Beschreibung folgt

      Inhalt
      • Interdisziplinäre fachliche Kommunikation, jeweils auch in Notfällen
      • Konfliktgespräche führen, Deeskalationsmanagement
      • Episiotomie
      • Assessment genitaler Verletzungen, Scheidendammschnitt versorgen und nähen
      • Leitung der Plazentarperiode (Physiologie und Pathologie), manuelle Plazentalösung, Inspektion der Plazenta, Blutverlust messen



      Wochenbett und Stillzeit I

      Einsatzbereich: Wochenbettstation (115,5 Std.)
      Praxisbegleitung: Jede/r Studierende/r einmal innerhalb des Praxismoduls

      Lernziele

      Beschreibung folgt

      Inhalt
      • Vitalstatus von Mutter und Kind im Frühwochenbett erheben
      • Rückbildungsprozesse diagnostizieren, Stadien der Wundheilung von Geburtsverletzungen, Maßnahmen zur Unterstützung von Heilungsprozessen, Förderung der Rückbildungsprozesse, Postoperative Pflege einer Wöchnerin (Schmerztherapie, Katheterpflege, Thromboseprophylaxe, Infusionstherapie)
      • Beteiligung an Beratungen zu bereichsspezifischen Themen (Neugeborenenpflege, Ernährung, Beschwerden, Infant handling)
      • Beratung und Unterstützung des Stillprozess, physiologische Veränderung der weiblichen Brust im Frühwochenbett, verschiedene Brustwarzenformen, Veränderungen der Brust durch Abtasten erkennen,
      • Stoffwechselscreening, Blutzuckerkontrollen, Billirubinkontrollen durchführen, Billirubinwert beim Neugeborenen einschätzen,
      • Stimmungszustände der Wöchnerin kennenlernen und einordnen
      • Planung von Begleitungsverläufen im Frühwochenbett bei Mutter und Kind

      Wochenbett und Stillzeit II

      Einsatzbereich: Wochenbettstation (192,5 Std.)
      Einsatzbereich: außerklinische Einrichtung/Hebammenpraxis (238,7 Std.)
      Praxisbegleitung: Jede/r Studierende/r einmal innerhalb des Praxismoduls

      Lernziele

      Beschreibung folgt

      Inhalt
        • Pflege pathologischer Fälle in Wochenbett und Stillzeit
        • Beteiligung an Wochenbettvisiten (Kontrolle Fundusstand, Lochien, Beobachtung von Wundheilung)
        • Stillanamnese erheben
        • Erkennen, behandeln und beraten von Frauen in komplexen Stillsituationen (Abpumpen von Muttermilch, alternative Fütterungsformen, Infektionen der Brust)
        • Eigenständig Planung von Begleitungsverläufen im Frühwochenbett bei Mutter und Kind
        • Kooperation mit Ärzten bei regelabweichenden Verläufen
        • Erfassung der sozialen Umstände der Frauen und Familien
        • Beratung der Eltern zu Ernährung, Pflege, Nabelpflege, Prophylaxen, Hygiene des Neugeborenen, Muttermilchersatznahrung, Fragen der Familienplanung, Ikterusprophylaxe
        • Trage- und Entwicklungsberatung
        • Rückbildungskurse leiten
        • Abrechnungsmodelle in der Freiberuflichkeit, Qualitätsmanagement, Praxisorganisation
        • Teilnahme an allen Bereichen der Freiberuflichkeit einer Hebamme
        • Exkurs Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung: besondere An-forderungen hinsichtlich der Betreuung von Zweit- und Multigravida berücksichtigen und anwenden
        Lernziele

        Beschreibung folgt

         

        Inhalt

        Einsatzbereich: Neonatologie (92,4 Std)

        • Management der neonatalen Notfallversorgung
        • Versorgung von Geburtsverletzungen
        • Schutz vor Infektionen der Neonatalperiode
        • Maßnahmen zu Behandlung des Neugeborenenikterus
        • Dystrophes Neugeborenes, Pflege und Überwachung von Frühgeborenen
        • Anleitung von Eltern bei der Versorgung von frühgeborenen/kranken Säuglingen gemeinsam mit einer Fachkraft
        • Spezielle Krankheitsbilder und Verläufe in der Neugeborenen- und Säuglingsperiode

        Einsatzbereich: Gynäkologie (92,4 Std)

        • Assistenz bei Vor- und Nachbereitung der OP, Mitwirken beim Einschleusen, sowie bei der Übergabe nach OP an weiter betreuendes Personal unter Wahrung der Intimsphäre des Patienten
        • Pflege pathologischer Fälle in der Frauenheilkunde
        • Einführung in die Pflege pathologischer Fälle in der Medizin und Chirurgie

        Module im 6. und 7. Semester (Dritter Studienabschnitt)

        Lernziele

        Beschreibung folgt

         

        Inhalt

        Neue Technologien bzw. Innovationen in der Gesundheitsversorgung

        Lernziele

        Beschreibung folgt

         

        Inhalt

        1.  Interdisziplinäre Ringvorlesung

        • Definitionen und Modelle von Gesundheit und Krankheit sowie Konzepte und Methoden der Prävention und Gesundheitsförderung)
        • Gesellschaftliche Hintergründe für Risiko- und Schutzfaktoren in Familien
        • Eltern mit körperlichen, psychischen oder sozialen Problemlagen
        • Basiswissen häusliche Gewalt und sexualisierte Gewalt
        • Risiken, Dynamiken und Ressourcen in der Eltern-Kind-Interaktion, Angebote zur Förderung einer sicheren Bindung
        • Kindeswohlgefährdung einschätzen und ggf. entsprechende Hilfen initiieren (interdisziplinärer und interprofessioneller Kinderschutz)
        • Primär- und sekundärpräventive Vernetzung und Kooperation mit dem Hilfesystem in verschiedenen Leistungsbereichen (Frühe Hilfen)
        • Ressourcen und Belastungen der schwangeren Frau und ihrer Familie
        • Belange von Frauen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen
        • Besonderheiten in der Arbeit mit Frauen mit Migrationshintergrund/Ethnisch-kulturelle Aspekte (u.a. Beschneidung von Frauen, Schmerz und Ethnizität)
        • Konzept der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte
        • Schwangerschaft (gewünscht/gewollt/ungewollt), Geburt und Elternschaft im Kontext von Lebensbedingungen und Lebenslagen sowie Familie und Partnerschaft

        2.

        • Fallarbeit, Kollegiale Beratung
        Lernziele

        Beschreibung folgt

         

        Inhalt

        Die Fragestellung muss für die Hebammenkunde relevant sein und innerhalb von 360 Stunden Workload bearbeitbar sein. Idealerweise werden Fragestellungen aus der Praxis aufgegriffen.

         
        Lernziele

          Beschreibung folgt

           

          Inhalt
          • Existenzgründung, Unternehmensformen
          • Businessplan erstellen
          • Grundlagen des Marketings
          • Grundlagen Rechnungswesen und Entgeltsystematiken
          • Personalplanung
          • Berufs- und Haftungsrecht

           

           
          Lernziele

          Beschreibung folgt

           

          Inhalt
          • Selbstständige und evidenzbasierte Förderung und Leitung physiologischer Prozesse währen Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit
          • Erkennen von Risiken und Regelwidrigkeiten anhand problemorientierter Assessments
          • Wissenschaftsbasierte Planung, Organisation, Durchführung, Steuerung und Evaluation auch von hochkomplexen Betreuungsprozessen unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeit, Effektivität, Qualität, Gesundheitsförderung und Prävention
          • Personen- und situationsorientierte Kommunikation mit Frauen, Kindern und Bezugspersonen während des Betreuungsprozesses
          • Analyse und Reflexion von hebammenrelevanten Versorgungsstrukturen
          • Verantwortliche Gestaltung des intra- und interprofessionellen Handelns in unterschiedlichen systemischen Kontexten
          Lernziele

          Beschreibung folgt

           

          Inhalt
          • Theoriegeleitete Beratungskonzepte sowie Kommunikations- und Beratungsprozesse gestalten und evaluieren
          • Qualitätssteigerung durch professionelle Kommunikation im geburtshilflichen Team und in sektorenübergreifenden Netzwerken
          • Zeitnahe, fachgerechte und prozessorientierte Dokumentation von Maßnahmen während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit
          • Weiterentwicklung und Implementierung von hebammenspezifischen und interdisziplinären Versorgungskonzepten von Frauen und ihren Familien
          • Intra- und Interdisziplinäre Entwicklung, Implementierung und Evaluation von Qualitätsmanagementkonzepten, Risikomanagementkonzepten, Leitlinien und Expertenstandards
          • Reflexion und Begründung des eigenen Handelns unter Berücksichtigung der rechtlichen, ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und berufsethischen Werthaltungen und Einstellungen
          • Professionalisierungsaspekte des Hebammenberufs
          Lernziele

          Beschreibung folgt

           

          Inhalt
          • Selbständige Durchführung der Schwangerenvorsorge und Erstellung eines Behandlungsplans
          • Selbständige, evidenzbasierte, familienorientierte Beratung in Schwangerschaft und Wochenbett, Selbständige, fachlich korrekte Stillberatung von Müttern in unkomplizierten und komplexen Situationen
          • Identifikation eines Neugeborenes mit erhöhtem Versorgungsbedarf. Einleitung geeigneter Maßnahmen
          • Simulation Geburt
          • Erkennen der Anzeichen von Regelwidrigkeiten, die eine ärztliche Behandlung erforderlich machen und einleiten der angemessenen Maßnahmen für eine ärztliche Behandlung

          Praktische Geburtshilfe III

          Einsatzbereich: Kreißsaal (261,8 Std.)
          Praxisbegleitung: Jede/r Studierende/r einmal innerhalb des Praxismoduls

          Lernziele

          Beschreibung folgt

          Inhalt
          • Vertiefung HW-PS 22 und HW-PS 25
          • Beckenendlagengeburten leiten
          • Geburtsleitung bei komplexen Geburtssituationen unter Anleitung (z.B. Handlungsalgorithmus Schulterdystokie, Atone Nachblutung)
          • Leitung regelwidriger und pathologischer Geburten
          • Exkurs Schwangerenambulanz: besondere Anforderungen hinsichtlich der Betreuung von Zweit- und Multigravida berücksichtigen und anwenden

          Praktische Geburtshilfe IV

          Einsatzbereich: Kreißsaal (115,5 Std.)
          Praxisbegleitung: Jede/r Studierende/r einmal innerhalb des Praxismoduls

          Lernziele

          Beschreibung folgt

          Inhalt
          • Evidenzbasierte, bedürfnisorientierte Begleitung der Gebärenden in den unterschiedlichen Geburtsphasen (incl. Nachgeburtsperiode), auch nach pathologischen Geburtsverläufen (primäre Sectio, sekundäre Sectio, Notsectio, vaginal operative Geburt, Infans mortuus)

          Abschluss des Studiums

          Ihre Bachelorarbeit erstellen die Studierenden im 6. Semester. Das Thema ist frei wählbar, es wird inhaltlich und strukturell gemeinsam mit einer Betreuerin / einem Betreuer so konzipiert, dass es im Zeitraum eines Semesters (max. 5 Monate) bearbeitet werden kann.

          Die staatliche Prüfung findet im 7. Semester statt. Gegenstand der staatlichen Prüfung zur Erlangung der Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung „Hebamme“ sind die in Anlage 1 der Studien- und Prüfungsverordnung für Hebammen (HebStPrV) genannten Kompetenzen. Die staatliche Prüfung besteht aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil.

          Tätigkeiten und Berufsbilder

          Der Hebammenberuf umfasst insbesondere die selbstständige und umfassende Beratung, Betreuung und Beobachtung von Frauen während der Schwangerschaft, bei der Geburt, während des Wochenbetts und während der Stillzeit, die selbstständige Leitung von physiologischen Geburten sowie die Untersuchung, Pflege und Überwachung von Neugeborenen und Säuglingen. Damit leisten Hebammen einen unverzichtbaren Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung von Frauen in dieser intensiven Lebensphase.

          Tätigkeitsbereiche während der Schwangerschaft:

            • Beratung und Unterstützung ab Beginn der Schwangerschaft zu allen physischen und psychischen Aspekten
            • Feststellen einer Schwangerschaft und Ausstellen des Mutterpasses
            • Durchführung der vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen
            • Ansprechpartnerin bei Schwangerschaftsbeschwerden
            • Durchführung geburtsvorbereitender Kurse

            Tätigkeitsbereiche während der Geburt:

            • Unterstützung bei einer natürlichen Geburt
            • Eingriff in den Geburtsvorgang nur, wenn es medizinisch notwendig ist (Hinzuziehen einer Ärztin oder eines Arztes im geburtshilflichen Notfall)

            Tätigkeitsbereiche während Wochenbett und Stillzeit:

            • „Aufsuchende“ Betreuung von Mutter und Kind zuhause
            • Förderung der Bindung zwischen Mutter und Kind sowie Stillberatung
            • Beobachtung der Rückbildungs- und Abheilungsvorgänge und Hilfestellung bei Schwierigkeiten
            • In Krisensituationen: Kontakt zu Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, Arztinnen/Ärzten und Psychologinnen/Psychologen vermitteln (z.B. im Falle von Totgeburten)
            • Angebot verschiedener Kurse, z.B. Rückbildungsgymnastik, Babymassage, Erste Hilfe für das Kind

            Wo arbeiten Hebammen?

            Hebammen arbeiten in geburtshilflichen Abteilungen von Krankenhäusern oder in hebammengeleiteten Einrichtungen (Geburtshaus). Sie können auch freiberuflich tätig sein (Hausgeburten, Begleitung in Schwangerschaft, Wochenbett und Stillzeit). Manche Krankenhäuser bieten die Möglichkeit, eine Begleit-Beleghebamme eigener Wahl für eine Eins-zu-eins-Betreuung mitzubringen.

            Arbeitsmarktsituation Einstiegsgehälter?

            Seit 2011 hat sich die Zahl der Geburten in Bayern um rund ein Fünftel erhöht (Bayerisches Landesamt für Statistik 2018). Dieser Anstieg erklärt, dass sich auch der Bedarf an Hebammenleistungen in Bayern insgesamt erhöht hat. Häufig erreichen Hebammen mehr Nachfragen von Frauen als sie annehmen können. Auch in den Geburtsklinken zeigen sich Angebotsengpässe. So fällt es einer großen Mehrheit von Klinken schwer, vorhandene Hebammenstellen zu besetzen. In besonderem Maße zeigen sich versorgungskritische Bereiche in städtischen Regionen. Vor diesem Hintergrund werden die Chancen eines direkten Berufseinstiegs von Absolventinnen und Absolventen des Studiums als sehr positiv eingeschätzt.

            Für dieses Bachelorstudium gibt es formale Anforderungen, die Sie zwingend erfüllen müssen, um das Studium antreten zu können. Außerdem gibt es eine Reihe persönlicher Anforderungen, die Sie erfüllen sollten.

            Formale Anforderungen

            • Akademischer Hebammenausbildungs-Vertrag mit Kooperations-Lehrkrankenhaus

              Die Studienbewerberin oder der Studienbewerber muss in der ersten Phase des Bewerbungsverfahrens einen Vertrag zur akademischen Hebammenausbildung mit einem Kooperations-Lehrkrankenhaus der TH Nürnberg abschließen.

              Bitte beachten Sie hierbei die jeweiligen Bewerbungsfristen der Kooperations-Lehrkrankenhäuser.

              Im Zeitraum vom 02.05. bis 30.06. eines Jahres findet die zweite Phase der Bewerbung über das Bewerbungsportal der TH Nürnberg statt indem alle Zeugnisse und Dokumente, die für die Zulassung notwendig sind, im System hochgeladen werden. Eingereicht wird gleichzeitig der Bildungsvertrag, den der/die Bewerber*in mit einer der Partnerkliniken geschlossen hat und der die Vorauswahl bestätigt. Die Nachreichungsfrist für relevante Dokumente (z.B. Abiturzeugnis) endet am 27.07. eines Jahres.

            • Ärztliches Attest über die geistige und körperliche Eignung zur Ausübung des Berufs (Frühestens zur Einschreibung/Immatrikulation erforderlich. Bitte beachten Sie die Angaben im Zulassungsbescheid.)

            • Erweitertes Führungszeugnis (Frühestens zur Einschreibung/Immatrikulation erforderlich. Bitte beachten Sie die Angaben im Zulassungsbescheid.)

            • Erforderliche Sprachnachweise:

              Die Unterrichtssprache in diesem Studiengang ist Deutsch. Bewerberinnen und Bewerber mit einer anderen Muttersprache, die keinen deutschen Bachelorabschluss haben und auch keine deutschsprachige Ausbildung an einer höheren Schule abgeschlossen haben, müssen eines der folgenden Zertifikate nachweisen:

              • Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) mindestens Gesamtniveau DSH-1

              • Test Deutsch als Fremdsprache (TestDaF) mindestens Niveaustufe 3 in allen 4 Prüfungsteilen

              Überblick über alle anerkannten Sprachnachweise (pdf)

            Persönliche Anforderungen

            • Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen
            • Team- und Kommunikationsfähigkeit
            • Kontaktfreude und Einfühlungsvermögen
            • Interesse an humanmedizinischen Zusammenhängen
            • Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten
            • Psychische Stabilität und Belastbarkeit
            • Bereitschaft zum selbstständigen Arbeiten
            • Bereitschaft zum lebenslangen Lernen

             

            Wir empfehlen ein Orientierungspraktikum im Vorfeld des Studiums.

             

             

            Studienfachberatung

            Sie möchten sich detaillierter über konkrete Studieninhalte informieren oder haben weitere Fragen zum Studiengang? Dann wenden Sie sich gerne an die Studienfachberatung.