Das Chemieingenieurwesen und die Realisierung verfahrenstechnischer sowie energietechnischer Anlagen haben in Deutschland traditionell große Bedeutung. Ständig steigende Anforderungen hinsichtlich der Energieeffizienz, der Ressourcenschonung und des Umweltschutzes machen verfahrenstechnische Aufgabenstellungen immer anspruchsvoller.

Neben Projekt- und Führungskompetenz bietet der Masterstudiengang Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik eine Vertiefung der Kenntnisse in den verfahrenstechnischen sowie energietechnischen Kernfächern und eine Wissensverbreiterung durch Querschnitts- und Wahlfächer zur Vorbereitung auf die Lösung interdisziplinärer Aufgabenstellungen im späteren Berufsleben.
Der auf ein Bachelor- oder Diplomstudium aufbauende Master of Engineering ist ein international anerkannter Bildungsabschluss, der zur Übernahme von Führungsfunktionen befähigt, die Zulassung für den höheren öffentlichen Dienst (Qualifikationsebene 4) sowie Zugang zur Promotion an einer deutschen oder internationalen Universität ermöglicht. 

Abschluss
Master of Engineering
Regelstudienzeit
3 Semester
Zulassungsbeschränkung
studiengangsspezifisch
Besonderheiten

Der Masterstudiengang Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik baut im Gegensatz zu vielen anderen Studienangeboten in diesem Bereich auf einer breiten Grundausbildung in der Verfahrenstechnik, der Energieprozesstechnik oder der technischen Chemie auf. Egal ob Sie Ihre Stärken in der mechanischen, thermischen oder chemischen Verfahrenstechnik sehen oder in Spezialgebieten wie der Umwelttechnik, Energieprozesstechnik oder auch in der biologischen Verfahrenstechnik sehen, wir bieten für jede Interessenslage eine interessante Weiterbildung. Grundvoraussetzung ist eine solide Ausbildung in den technischen Grundlagenfächern.

Mögliche Studienrichtungen: Chemieingenieurwesen und Energieverfahrenstechnik.

Interessante Zahlen und Daten

Anzahl Studienanfänger pro Semester: ca. 10-15

Anteil weiblicher Studierender: ca. 20 %

Erfolgsquote: ca. 90 % mit durchschnittlich gutem bis sehr gutem Erfolg

Betreuungsquote Studierende pro Professor an der Fakultät VT: ca. 40

Betreuungsquote Absolventen pro Professor an der Fakultät VT: ca. 3

Studienbeginn
Wintersemester oder Sommersemester
Bewerbungszeitraum
Für das Wintersemester: 02.05.2019 bis 15.07.2019
Für das Sommersemester: 15.11.2018 bis 15.01.2019
Duale Studienvarianten
Chemieingenieurwesen / Verfahrenstechnik dual
Zuständige Fakultät
Verfahrenstechnik
Akkreditiert

Die zur Ausübung des Verfahrenstechnik- bzw. Chemieingenieurberufs zwingend erforderlichen grundständigen Kompetenzen sind Voraussetzung zur Aufnahme des Masterstudiums. Sie werden im Allgemeinen in einem Bachelorstudiengang vermittelt.

Hierauf aufbauend erschließt der Masterstudiengang Chemieingenieurwesen/Verfahrenstechnik in einer Regelstudienzeit von 3 Semestern in den Pflichtmodulen speziell drei Kompetenzfelder.

  • Vertiefte Kenntnisse in den verfahrenstechnischen bzw. energieprozesstechnischen Kernfächern  bei gleichzeitiger Befähigung zur interdisziplinären Anwendung von Methoden dieser Fächer auf Spezialgebiete. Hierbei werden neben technischen auch wirtschaftliche, juristische, ökologische und soziale Aspekte einbezogen
  • Vertiefung in Querschnittsfächern, welche Methoden im komplexen Aufgabengebiet der Prozesstechnik schulen.
  • Befähigung zur Wahrnehmung von Führungsaufgaben sowie zum strukturierten und wissenschaftsadäquaten Arbeiten. Der Master-Abschluss befähigt zu einer Laufbahn im höheren Dienst.

Diese Pflichtmodule werden ergänzt durch vier Wahlpflichtmodule, die frei aus einem umfangreichen Katalog gewählt werden können.

Die folgenden Modulbeschreibungen geben Ihnen einen Eindruck von den konkreten Studieninhalten. Die für jedes Semester aktuelle und vollständige Modulbeschreibung samt Detailinformationen finden Sie im Modulhandbuch.

Studienrichtung Chemieingenieurwesen

Lernziele

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sollten die Studierenden in der Lage sein:

  1. Analogien zwischen den unterschiedlichen mehrstufigen thermischen Trennverfahren zu erläutern.
  2. Die thermodynamischen Grundlagen für die destillative Trennung von Mehrkomponentensystemen zu erklären.
  3. Das Trennverhalten von ternären Systemen anhand von Rückstandskurven zu analysieren und qualitativ aus den binären Randsystemen abzuleiten.
  4. Mehrkomponententrennprozesse mit Shortcut-Methoden überschlägig auszulegen und mittels eines Anlagensimulationsprogrammes zu berechnen.
  5. Aus unterschiedlichen Kolonnenverschaltungen die für den jeweiligen Anwendungsfall optimale Variante auszuwählen.
  6. Die theoretischen Grundlagen zu Azeotropen zu erläutern und ein System auf mögliche Azeotrope zu analysieren.
  7. Die Funktionsweise destillativer Sonderverfahren zu erklären.

Inhalt

  • Seitenströme von Rektifikationskolonnen, Konzept der Heat-Integrated Distillation Column
  • Erarbeitung des Konzeptes der Rückstandskurven
  • Short-Cut-Auslegungsmethoden für Mehrkomponenten-Destillation
  • Numerische Lösungen der Gleichungssysteme für Mehrstofftrennprozesse
  • Auswirkung unterschiedlicher Kolonnenverschaltung auf Mehrkomponentendestillation; Rechnergestütztes Design (stationär) von Mehrstofftrennprozessen
  • Thermodynamische Grundlagen von binären und ternären Azeotropen
  • Extraktiv- und Azeotroprektifikationsprozess

Lernziele

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sollten die Studierenden in der Lage sein:

  1. Die Mechanismen und die Prozesse zur Partikelbildung zu erläutern
  2. Formulierungen disperser Systeme zu gestalten.
  3. Produkteigenschaften partikulärer Materialien und disperser Systeme zu charakterisieren und zu modifizieren.
  4. Die besonderen Produktanforderungen an Partikelsysteme in den unterschiedlichen industriellen Bereichen zu erläutern und zu analysieren.

Inhalt

  • Einführung in die Partikeltechnologie
  • Herstellung fester partikulärer Produkte durch Kristallisation, Fällung, Zerstäubung überkritischer Fluide
  • Herstellung und Eigenschaften von Suspensionen, Emulsionen und Gelen
  • Gestaltung von Pulvern und dispersen Systemen durch Agglomeration, Instantisierung, Mikroverkapselung oder spezielle Zerkleinerungsprozesse 
  • Nanopartikel
  • Wirkung von Partikeln auf Produkte
  • Spezielle partikuläre Produkte: wie Pharmazeutika, Farbpigmente, Dünge- oder Waschmittel, Kosmetika
  • Charakterisierung der Produkteigenschaften von partikulären Materialien
  • Rheologische Eigenschaften von Dispersionen

Lernziele

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sollten die Studierenden in der Lage sein:

  1. Das Verhalten realer Reaktoren zu charakterisieren.
  2. Mehrphasenreaktoren in der Praxis zu analysieren und auszulegen (z.B. bei: GasFlüssig-Reaktionen, heterogen katalytische Gas- bzw. Gas-Flüssig-Reaktionen).
  3. Die makrokinetischen Vorgänge in einem Mehrphasen-Reaktionssystem zu erläutern, diese mathematisch zu modellieren um damit einen Reaktor auszulegen. 

 Inhalt

  • Makrokinetik (Zusammenspiel der chemischen Reaktion mit vor- bzw. nachgelagertem Stofftransport) bei Gas-Flüssig-, Gas-Fest- und Gas-Flüssig-Fest-Reaktionen
  • Kennzahlen zur Beschreibung der Reaktionsregime
  • Auswahl geeigneter Reaktoren
  • Algorithmen zur Berechnung entsprechender Reaktoren
  • Modelle zur Beschreibung realer Reaktoren
  • Praktische Versuche aus der Auswahl:
    • Gas-Flüssig-Reaktion (SO2-Abgasreinigung)
    • Fest-Flüssig-Reaktion (Kalksteinauflösung)
    • Gas-Fest-Reaktion (Katalytische Abgasreinigung, Methanolspaltung)
    • Biochemische Reaktion (Enzym, Immobilisierung, Vergärung)
    • Gas-Flüssig-Fest-Reaktion (Hydrierung)
    • Technischer Rohrreaktor / Technischer Rührkessel (Reaktormodelle)

Lernziele

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sollten die Studierenden in der Lage sein:

  1. Die Abbildungsformen chemischer Anlagen zu erstellen und zu interpretieren.
  2. Materialströme stationärer Produktionsprozesse zu bilanzieren und damit Prozesse auszulegen und zu analysieren
  3. Daten und Parameter der Prozesse über die Inkrementenmethoden und Anpassungsrechnungen überschlägig zu ermitteln.
  4. Den Reaktionsfortschritte in verschiedener Reaktortypen zu modellieren und zu simulieren.

Inhalt

  • Abschätzung physikalisch-chemischer Daten mit Inkrementenethoden
  • Bewertung chemischer Verfahren über die Kennzahlen Umsatz, Selektivität, Ausbeute
  • Stoffliche Grundlagen chemischer Produktionsverfahren und Produktstammbäume
  • Stationäre Material-Bilanzierung für Durchgangs- und Rückführungsprozesse
  • Berechnung des Stoffumsatzes in verschiedenen Reaktortypen 

Lernziele

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sollten die Studierenden in der Lage sein:

  1. Verfahrenstechnischen Prozesse mittels EDV-Unterstützung (AspenPlus) zu analysieren und zu planen.
  2. Prozesse sowohl stationär als auch dynamisch zu modellieren und zu simulieren.
  3. Stoffdaten und eigene Unit Operations in Anlagensimulationsprogramme am Beispiel AspenPlus einzubinden.
  4. Unterschiedliche Lösungsvarianten von Prozesssimulationen zu bewerten.

 Inhalt

  • Einsatz eines Prozesssimulators für statische und dynamische Prozesse
  • Einbindung von eigenen Stoffdaten und Prozessunits
  • Statische und dynamische Simulation komplexer Prozesse
  • Ermittlung von Investitions- und Betriebskosten

Lernziele

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sollten die Studierenden in der Lage sein:

  1. Die verschiedenen Methoden und Werkzeuge des Projektmanagement zu nennen und zu erläutern sowie diese bei der Bearbeitung verfahrenstechnischer Projekte anzuwenden.
  2. Grundlegende Gesetzmäßigkeiten der Betriebswirtschaftslehre zu erläutern.
  3. Betriebswirtschaftliche Aspekte bei der Bearbeitung verfahrenstechnischer Aufgaben in der Projektplanung zu berücksichtigen. 

 Inhalt

  • Grundlagen des Projektmanagement: Projektbegriff, Sichtweisen des Projektmanagement, Anforderungen an den Projektmanager, Projektmanagementsysteme, Projektphasen, Verantwortlichkeiten, Inhalts- und Umfangsmanagement, Terminmanagement (u.a. Meilensteine, Terminpläne), Kostenmanagement, Qualitätsmanagement, Personalmanagement, Kommunikationsmanagement, Risikomanagement, Beschaffungsmanagement
  • Grundbegriffe aus der Betriebswirtschaftslehre 

Lernziele

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sollten die Studierenden in der Lage sein:

  1. In Zusammenarbeit mit Projektgruppenmitgliedern strukturiert Ergebnisse zu erarbeiten.
  2. Eine technisch-wissenschaftliche Fragestellung mit ingenieurwissenschaftlichen Methoden strukturiert zu lösen.
  3. Die Fragestellung kritisch zu bearbeiten und mögliche Lösungen einzuschätzen.
  4. Die Ergebnisse in schriftlicher und mündlicher Form mit wissenschaftlichen Anspruch zu präsentieren und zu dokumentieren.

Inhalt

Exemplarische Bearbeitung einer Aufgabenstellung

  • aus der verfahrenstechnischen Industrie in Kooperation mit einem Unternehmen,
  • aus dem Bereich der Anlagenprojektierung oder
  • eines wissenschaftlichen Themas

Lernziele

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sollten die Studierenden in der Lage sein:

  1. In Zusammenarbeit mit Projektgruppenmitgliedern strukturiert Ergebnisse zu erarbeiten.
  2. Eine technisch-wissenschaftliche Fragestellung mit ingenieurwissenschaftlichen Methoden strukturiert zu lösen.
  3. Die Fragestellung kritisch zu bearbeiten und mögliche Lösungen einzuschätzen.
  4. Die Ergebnisse in schriftlicher und mündlicher Form mit wissenschaftlichen Anspruch zu präsentieren und zu dokumentieren.

Inhalt

Exemplarische Bearbeitung einer Aufgabenstellung

  • aus der verfahrenstechnischen Industrie in Kooperation mit einem Unternehmen,
  • aus dem Bereich der Anlagenprojektierung oder
  • eines wissenschaftlichen Themas

Aktueller Katalog der Wahlpflichtmodule:

  • Apparatedynamik
  • CFD-Strömungssimulation
  • Prozessautomatisierung
  • Wärmeübertragung für Spezialanwendungen
  • Spezielle Umweltverfahrenstechnik
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Wärmeintegration
  • Energieanlagentechnik
  • Elektrochemische Verfahrenstechnik
  • aFuE-Projekt
  • Bioprozesstechnik
  • Partikelengineering
  • Spezielle Mathematik
  • Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie
  • Nanotechnology
  • Projektierung dezentraler Energiesysteme
  • Modellierung chemisch-technischer Prozesse
  • Schwingungen und Beanspruchungen in Apparaten
  • Combustion Engineering

Studienrichtung Energieverfahrenstechnik

Lernziele

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sollten die Studierenden in der Lage sein:

  1. Die aktuelle Energiesituation sowie verschiedene Arten der elektrischen Energieerzeugung zu erläutern.
  2. Die gängigsten Bauarten von Energieanlagen in Dienste von Produktionsstätten zu erläutern.
  3. Methoden zur Effizienzsteigerung der Anlagen anzuwenden.

Inhalt

  • Energiesituation: Energieträger, Energieverbrauch, Reserven und Ressourcen, Energieflussbilder
  • Möglichkeiten der elektrischen Energieerzeugung.
  • Der Dampfkraftprozess, Methoden der Wirkungsgradsteigerung
  • Gas- und Dampfkraftwerke, Müllverbrennungsanlagen Sonnenkraftwerke (CSP), Wasserkraftanlagen
  • Thema Energieeffizienz: Einsatz von Energieanlagen in der Industrie: Drucklufterzeugung, Heizungs- und Kälteanlagen, KWK, Beleuchtung, Abwärmenutzung.
  • Methoden der Bewertung und Steigerung der Energieeffizienz

Lernziele

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sollten die Studierenden in der Lage sein:

  • Die wesentlichen technischen Komponenten der Energietechnik aus den unterschiedlichsten Fachbereichen zu nennen und zu erläutern.
  • Das energietechnische Verhalten der Komponente in einem Modell (z.B. in Matlab/Simulink) abzubilden.
  • Die Komponenten zur Erzeugung, Versorgung, Wandlung und Speicherung zu energietechnischen Systemen zu verknüpfen und so transiente Simulationsmodelle für solche Systeme zu erstellen.
  • Das Verhalten energietechnischer Systeme unter realen transienten Bedingungen zu analysieren und so neue anwendungsgerechte Systemkonzepte zu erarbeiten bzw. bestehende zu erweitern und zu optimieren.
  • Die fachübergreifende Aufgabenstellungen der Energietechnik zu bearbeiten und energietechnische Systeme in Forschung, Entwicklung und Anwendung in interdisziplinären Teams zu gestalten.

 Inhalt

  • Grundlagen der Systemsimulation Komponenten der Energietechnik wie Energiewandler und  -speicher und ihre Modellierung
  • Anforderungen an energietechnische Systeme Entwurf energietechnischer Systeme und Modellierung in einer Systemsimulationssoftware wie z.B. Kuli (für Fahrzeugsysteme)
  • Konkrete Anwendungsfälle aus der Praxis (Beispiele, Gastvorträge, Exkursionen)
  • Auslegung eines ausgewählten Energiesystems (Semesterprojekt) z.B. ein Fahrzeug mit verschiedenen Wärmequellen und -senken, Wärmespeicherung, Kühlung, Stromerzeugung- und Speicherung und Abwärmenutzung

Lernziele

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sollten die Studierenden in der Lage sein:

  1. die verschiedenen Brennstoffzellentypen und deren Integration in Brennstoffzellensysteme für mobile und stationäre Anwendungen zu beschreiben und zu erklären.
  2. die thermodynamischen Grundlagen der Energiewandlung in Brennstoffzellen wiederzugeben, zu erklären und anzuwenden.
  3. die Arten und Methoden der Herstellung, der Speicherung und des Transports von Wasserstoff zu benennen und zu erklären.
  4. Bilanzgleichungen für Apparate und Anlagen der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie aufzustellen und auszuwerten und diese Systeme energetisch zu bewerten.
  5. die Verwendung von Wasserstoff in der chemischen Industrie zu beschreiben und zu erläutern.

Inhalt

  • Thermodynamische Grundlagen der Energiewandlung in Brennstoffzellen
  • Aufbau und Funktion von Brennstoffzellensystemen
  • Mobile und stationäre Anwendungen von Brennstoffzellensystemen
  • Herstellung von Wasserstoff
  • Speicherung und Transport von Wasserstoff
  • Bilanzierung und Bewertung von Energiewandlungsketten mit Wasserstoff als Energieträger
  • Wasserstoff in der chemischen Industrie und in der Metallurgie

Lernziele

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sollten die Studierenden in der Lage sein:

  1. Die unterschiedlichen Bauarten von Wärmeübertragern mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen zu nennen und zu erläutern.
  2. Den Apparatetyp nach vorgegebener Wärmeübertragungsaufgabe auszuwählen.
  3. Die wichtigsten Vorkehrungen zur Vergrößerung des übertragenen Wärmestroms zu erläutern.
  4. Abgaswärmeübertrager kostenoptimiert wärmetechnisch auszulegen.
  5. Einflussfaktoren auf den Wärmeübergangskoeffizient beim Behälter- und beim Strömungssieden zu nennen.
  6. Ort und Art der Siedekrise beim Strömungssieden zu bestimmen und deren Auswirkung zu erläutern.
  7. Dampferzeuger wärmetechnisch auszulegen und den Verlauf der Wandtemperatur in Dampferzeugern zu bestimmen.

Inhalt

  • Wiederholung der Wärmeübertragungsmechanismen
  • Auslegung und Fertigung von Abgaswärmeübertragern und deren Betriebsverhalten einschließlich Fouling
  • Wärmeübergang beim Behälter- und Strömungssieden
  • Blasenbildung
  • Dampferzeugerbauarten und ihr industrieller Einsatz, Betriebsverhalten, Wärmeübergangskoeffizienten, Temperaturverläufe
  • Verdampfer
  • Kondensatoren
  • Spezialbauformen von Wärmeübertragern

Lernziele

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sollten die Studierenden in der Lage sein:

  1. Verfahrenstechnische Apparate mittels Energie- und Massenbilanzen sowohl stationär als auch instationär zu bilanzieren.
  2. Gewöhnliche Differenzialgleichungssysteme zu formulieren.
  3. Gewöhnliche Differenzialgleichungssysteme und nichtlineare Gleichungssysteme numerisch zu lösen.
  4. Simulationsergebnisse physikalisch zu interpretieren

Inhalt

  • Apparatebeschreibung
  • Wärmeübertragungsmechanismen Konvektion, Phasenübergang und Strahlung
  • Instationäre Energiebilanzen
  • Instationäre Massenbilanzen
  • Verbrennungsrechnung
  • Regelkreise zur Leistungs- und Füllstandsregelung
  • Blasendynamik

Lernziele

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sollten die Studierenden in der Lage sein:

  1. Die verschiedenen Methoden und Werkzeuge des Projektmanagement zu nennen und zu erläutern sowie diese bei der Bearbeitung verfahrenstechnischer Projekte anzuwenden.
  2. Grundlegende Gesetzmäßigkeiten der Betriebswirtschaftslehre zu erläutern.
  3. Betriebswirtschaftliche Aspekte bei der Bearbeitung verfahrenstechnischer Aufgaben in der Projektplanung zu berücksichtigen. 

Inhalt

  • Grundlagen des Projektmanagement: Projektbegriff, Sichtweisen des Projektmanagement, Anforderungen an den Projektmanager, Projektmanagementsysteme, Projektphasen, Verantwortlichkeiten, Inhalts- und Umfangsmanagement, Terminmanagement (u.a. Meilensteine, Terminpläne), Kostenmanagement, Qualitätsmanagement, Personalmanagement, Kommunikationsmanagement, Risikomanagement, Beschaffungsmanagement
  • Grundbegriffe aus der Betriebswirtschaftslehre

Lernziele

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sollten die Studierenden in der Lage sein:

  1. In Zusammenarbeit mit Projektgruppenmitgliedern strukturiert Ergebnisse zu erarbeiten.
  2. Eine technisch-wissenschaftliche Fragestellung mit ingenieurwissenschaftlichen Methoden strukturiert zu lösen.
  3. Die Fragestellung kritisch zu bearbeiten und mögliche Lösungen einzuschätzen.
  4. Die Ergebnisse in schriftlicher und mündlicher Form mit wissenschaftlichen Anspruch zu präsentieren und zu dokumentieren.

Inhalt

Exemplarische Bearbeitung einer Aufgabenstellung

  • aus der verfahrenstechnischen Industrie in Kooperation mit einem Unternehmen,
  • aus dem Bereich der Anlagenprojektierung oder
  • eines wissenschaftlichen Themas

Lernziele

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls sollten die Studierenden in der Lage sein:

  1. In Zusammenarbeit mit Projektgruppenmitgliedern strukturiert Ergebnisse zu erarbeiten.
  2. Eine technisch-wissenschaftliche Fragestellung mit ingenieurwissenschaftlichen Methoden strukturiert zu lösen.
  3. Die Fragestellung kritisch zu bearbeiten und mögliche Lösungen einzuschätzen.
  4. Die Ergebnisse in schriftlicher und mündlicher Form mit wissenschaftlichen Anspruch zu präsentieren und zu dokumentieren.

Inhalt

Exemplarische Bearbeitung einer Aufgabenstellung

  • aus der verfahrenstechnischen Industrie in Kooperation mit einem Unternehmen,
  • aus dem Bereich der Anlagenprojektierung oder
  • eines wissenschaftlichen Themas

Aktueller Katalog der Wahlpflichtmodule:

  • CFD-Strömungssimulation
  • Prozessautomatisierung
  • Spezielle Umweltverfahrenstechnik
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Wärmeintegration
  • aFuE-Projekt
  • Bioprozesstechnik
  • Partikelengineering
  • Spezielle Mathematik
  • Entsorgung energietechnischer Anlagen
  • Angewandte Solartechnik
  • Schwingungen und Beanspruchungen in Apparate
  • Combustion Engineering

Die Spezialisierung ist durch die Vielzahl an Wahlpflichtmodulen durch die Studierenden selbst wählbar.

Ab dem Wintersemester 2016/17 gibt es die beiden Spezialierungsrichtungen (Studienrichtungen) Chemieingenieurwesen und Energieverfahrenstechnik.

Masterarbeit

Im 3. Semester vertiefen Sie Ihre fachlichen Kenntnisse durch die Masterarbeit. Diese selbständig erstellte Arbeit wird vorwiegend in Industrieunternehmen zu aktuellen sowie anspruchsvollen Entwicklungsthemen als auch zu Themen aus der täglichen Betriebspraxis durchgeführt. Die Ergebnisse daraus präsentieren Sie dann vor einem Interessentenkreis aus der auftraggebenden Firma, woraus sich zumeist direkt Anknüpfungspunkte für einen Berufseinstieg ergeben.

Tätigkeitsfelder, Berufsbilder

Das Berufsbild des Verfahrenstechnikers oder Prozesstechnikers ist extrem vielfältig. Überall dort, wo Stoffe oder Energieformen in Ihren Eigenschaften gewandelt oder verändert werden müssen, findet der Absolvent dieses Studiengangs ein verantwortungsvolles und interessantes Tätigkeitsfeld. Da neben der Entwicklung, der Optimierung und dem Betrieb solcher Prozesse auch die Planung, der Bau und die Betreuung der dazu notwendigen Anlagentechnik zum Aufgabengebiet des Verfahrenstechnikers zählen, ist der Fächer der einstellenden Branchen sehr groß und erstreckt sich praktisch über das gesamte industrielle Umfeld. Typische Firmen, die unsere Absolventen einstellen kommen z.B. aus den Branchen:

  • Chemische Industrie
  • Erdölverabeitende Industrie
  • Umwelttechnische Betriebe
  • Kunststoff- und Lackindustrie
  • Automobilindustrie
  • Baustoffindustrie
  • Apparate- und Anlagenbau
  • Textilindustrie

Diese Auflistung ließe sich beliebig erweitern.

Weitere Qualifikationsmöglichkeiten nach dem Masterabschluss

Mit dem Masterabschluß erschließt sich sowohl das Feld des innerbetrieblichen Aufstiegs in höhere Managementebenen einerseits als auch die fachliche Weiterqualifikation durch eine anschließende Promotion an einer Universität. Dieser Weg wurde bereits von Absolventen unseres Masterstudiengangs erfolgreich eingeschlagen. 

Beratung auf dem Weg vom Studium in den Beruf

Wenn es um die Planung des Berufseinstiegs geht, bietet Ihnen der Career-Service der TH Nürnberg zahlreiche Unterstützungsangebote, um Sie optimal auf Ihren Start ins Berufsleben vorzubereiten.

Informationen zur Zulassung

Um im Masterstudiengang Chemieingenieurwesen/Verfahrenstechnik an der TH Nürnberg studieren zu können, müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

Bachelorabschluss Verfahrenstechnik oder Energieprozesstechnik (ab WS 2016/17) oder Technische Chemie (oder jeweils vergleichbare Abschlüsse) mit 210 ECTS (entsprechen 7 Studienfachsemester inkl. einem Praxissemester). 

Der Bachelorabschluss muss mit Note 2,5 oder besser bewertet sein oder Sie haben entsprechend Ihrer Vergleichskohorte in Ihrem Bachelorstudium unter den 50 % der Besten abgeschlossen. Im Falle eines bei der Bewerbung noch nicht abgeschlossenen Bachelorstudiums gelten gesonderte Bedingungen für die vorläufige Note, die der Studien- und Prüfungsordnung entnommen werden können

Für Bewerber mit einer mindesten zweijährigen Berufserfahrung nach dem Bachelorabschluss muss die Bachelornote 3,0 oder besser sein oder Sie haben entsprechend Ihrer Vergleichskohorte in Ihrem Bachelorstudium unter den 65% der Besten abgeschlossen.

Erforderliche Sprachnachweise:

Die Unterrichtssprache in diesem Studiengang ist Deutsch. Bewerberinnen und Bewerber mit einer anderen Muttersprache, die keinen deutschen Bachelorabschluss haben und auch keine deutschsprachige Ausbildung an einer höheren Schule abgeschlossen haben, müssen eines der folgenden Zertifikate nachweisen:

  • Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Bewerber und Bewerberinnen (DSH-Stufe 2)

  • Test Deutsch als Fremdsprache mit überdurchschnittlichem Ergebnis (TestDaF; mindestens Niveaustufe 4 in allen 4 Prüfungsteilen)
  • Telc Deutsch C1 Hochschule

Überblick über alle anerkannten Sprachnachweise (pdf)

 

 

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Sie möchten sich detaillierter über Inhalte einzelner Fächer des Masterstudiengangs Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik informieren? Dann ist die Studienfachberatung die richtige Anlaufstelle für Sie.