23.11.2017

Wie kommen meine Pakete unter den Weihnachtsbaum?

Um diese Frage zu beantworten und die Komplexität eines Paketnetzwerkes besser einschätzen zu können, besuchte eine Gruppe von Logistik-Studierenden am 23.11.2017 das DHL Paketzentrum Nürnberg/Feucht.

DHL Deutschland ist im Geschäftsfeld des nationalen und internationalen Paketversandes Marktführer und damit ein wesentlicher „Enabler“ u.a. für einen erfolgreichen Onlinehandel. Mit über 30.000 Paketshops, Filialen und DHL Packstationen in Deutschland sieht sich DHL als Qualitätsführer in der Branche und betreibt regelmäßige Maßnahmen und Projekte für den weiteren Ausbau von Service, Geschwindigkeit und Qualität. Von den deutschlandweit 34 strategisch positionierten Paketzentren, über die 2016 ca. 1,3 Mrd. Sendungen umgeschlagen wurden, nimmt das Paketzentrum der Deutschen Post DHL in Nürnberg/Feucht eine herausragende Rolle ein. Jedes in der Metropolregion Nürnberg über DHL versendete bzw. zugestellte Paket – natürlich nicht nur zu Weihnachten – wird dabei über das im Gewerbegebiet Feucht gelegene Paketzentrum umgeschlagen. Die Leistungsfähigkeit hinsichtlich der Sortierung eingehender und der Verladung ausgehender Pakete stellt mit einer stündlichen Nennleistung von 40.000 Paketen einen imponierenden Wert dar und stellt nach dem 2016 erst in Betrieb genommenen Paketzentrum in Obertshausen das zweitstärkste Paketzentrum von DHL dar. Besonders beeindruckend ist der hohe Automatisierungsgrad und der geringe Anteil manueller Tätigkeiten der Mitarbeiter, der sich auf das Ent- sowie das Beladen der Transportbehälter beschränkt. Alle weiteren Tätigkeiten zur Identifizierung durch Kameras, Vorsortierung und Zuweisung zu den Abgangsrelationen funktionieren vollautomatisch.
Die Gruppe der 20 Studierenden im Fach Distribution und Supply Chain Management bei Prof. Dr. Tripp konnte sich bei einem Rundgang davon überzeugen, welche täglichen Vorbereitungen notwendig sind, damit pro Nacht etwa 4.000 Wechselbehälter innerhalb von 1.000 Verbindungsrelationen und mehr als 600.000 Transportkilometern (Nationaler Hauptlauf) innerhalb Deutschlands koordiniert durchgeführt werden können. Herr Esderts (Niederlassungsleiter Vertrieb für Nürnberg) und Herr Wistuba (Betriebsleiter Paketzentrum Nürnberg/Feucht) erläuterten die wichtigsten Prozesse und gaben interessante Einblicke zu den aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen. Herzlichen Dank für den Besuch, v.a. in der „Voll-Lastzeit“ des Jahres! Es war für alle Teilnehmer erneut sehr lohnenswert und spannend.

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