12.12.2017

Wie erfolgt eigentlich die Versorgung von Tankstellen, Kiosken und Convinience-Einzelhändlern?

Um diese Frage zu beantworten und die Komplexität eines Großhändlers besser einschätzen zu können, besuchte eine Gruppe von Logistik-Studierenden aus dem Fach Distribution und Supply Chain Management von Prof. Dr. Christoph Tripp, am 12. Dezember 2017 das Lekkerland Logistikzentrum in Höchstadt a. d. Aisch.

Lekkerland ist mit einem Umsatz von über 13 Mrd. € (2016) einer der erfolgreichsten Großhändler (B2B) von Tabakwaren, Food- und Non-Food-Artikeln in Europa. In Deutschland beliefert das Unternehmen mit 14 eigenen Lager-Standorten vor allem Tankstellenshops, Kioske und Convenience-Geschäfte mit Food- und Non-Food-Artikeln, einer steigenden Anzahl an Frische- und Tiefkühl-Produkten sowie Tabakwaren innerhalb von 24 Stunden. Neben der Sortimentskompetenz zeichnet sich Lekkerland durch das Angebot umfassender Zusatz-Services aus, wie z. B. die Beratung bezüglich Shop- und Sortiments-Konzepten und Inventur-Dienstleistungen.
Mit einer Lieferbereitschaft von über 99 Prozent werden Aufträge, die bis 12 Uhr mittags eingehen, am gleichen Tag im Lager Höchstadt kommissioniert und den Kunden mit eigenen Fahrzeugen am nächsten Tag zugestellt. Zur Belieferung setzt das Unternehmen u. a. sogenannte Mehrkammern-Fahrzeuge ein, mit denen den Kunden in einem Stopp alle Artikel aus unterschiedlichen Temperaturbereichen (Trocken-, Frische-, Tiefkühl-Produkte) zur Verfügung gestellt werden können. Dies reduziert sowohl kunden- als auch unternehmensseitig den Aufwand für Belieferung, Warenannahme, Warenverräumung und administrative Auftragsabwicklung.
Das Liefergebiet des Distributionszentrums in Höchstadt reicht von Oberhof (Norden), über Weiden (Osten) und Hilpoltstein (Süden) bis Tauberbischofsheim (Westen). Innerhalb des Lagers arbeiten die Lekkerland Mitarbeiter mit unterschiedlichen Pick-Technologien bei der Kommissionierung: Die Zusammenstellung von Trockenartikeln basiert auf einem Pick-by-Voice-System, Tabakwaren werden durch Pick-by-Light kommissioniert. Die Zusammenführung von Waren aus den beiden Pick-Zonen und den aus dem Kopflager München gelieferten Frische- und Tiefkühl-Produkte, erfolgt im Warenausgang.
Ergänzend zu dem Lager-Rundgang erläuterte Patrick Biller, Leiter Warehousing LC Höchstadt/Nürnberg, die wichtigsten Prozesse in der Auftragsabwicklung und gab interessante Einblicke zu den aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen.
Herzlichen Dank für den Besuch! Es war für alle Teilnehmer erneut sehr lohnenswert und spannend.

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