27.02.2014

Umgang mit Kindern von Inhaftierten

Betroffene Berufsgruppen diskutierten über einen sensibleren Umgang mit Angehörigen von Inhaftierten

Die TH Nürnberg veranstaltete in Kooperation mit dem Nürnberger Verein Treffpunkt eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Kinder von Inhaftierten – Perspektiven für einen sensiblen Umgang“.  In Bayern sind schätzungsweise jährlich 5.000 Kinder von der Inhaftierung eines Elternteils oder eines nahen Verwandten betroffen.

Prof. Gabriele Kawamura-Reindl eröffnete die Veranstaltung mit einem Vortrag über die Situation von Angehörigen Inhaftierter. Im Anschluss stellte Justyna Bieganski vom Treffpunkt e.V. interessante Erkenntnisse der EU-Studie COPING über die psychische und physische Gesundheit von betroffenen Kindern vor.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der interdisziplinäre Austausch von Lehrkräften, Polizei, Vollzugsbediensteten, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen. Die knapp 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprachen über ihre Erfahrungen und Probleme aus der Praxis. Hier setzt auch das neue Projekt TAKT von Treffpunkt e.V. an. Alle Berufsgruppen, die mit Kindern von Inhaftierten zu tun haben, sollen laut Projektleiterin Sylvia Starke sensibler für deren Situation werden und praktikable Möglichkeiten für einen sensiblen Umgang im beruflichen Alltag erarbeiten. Aktion Mensch ist ein Förderer dieses Projekts.

 

 

 

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