08.06.2017

Internationale Filmpreise für die TH Nürnberg

International, cool, kreativ und sehr erfolgreich: Die Filmstudierenden der Fakultät Design an der TH Nürnberg

Dass die Filme der Design-Studierenden der TH Nürnberg Kinoqualität haben, beweisen sie jedes Semester bei der OHMrolle. Dass sie auch auf internationalen Filmfestivals bestehen können, zeigen die vielen Auszeichnungen, die die Studierenden aus dem Bereich „Film & Animation“ kürzlich gewonnen haben. Ob Stop-Motion-Filme, Realverfilmungen, Animationen oder Musikvideos, die Studierenden der Fakultät Design sind international konkurrenzfähig. Die neueste Auszeichnung erhielt der Film „wHole“, der mit dem ersten Preis auf dem Illinifest Student Film Festival in den USA ausgezeichnet wurde.

Nürnberg, 8. Juni 2017. Abgeschieden in der Steppe lebt ein Paar in der Einsamkeit seines Nomadenzeltes. Doch ihre Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt, als der Ehemann entscheidet, ein schwerwiegendes Opfer für seine Frau zu erbringen. Der Stop-Motion-Film „wHole“ von Studierenden der Fakultät Design der TH Nürnberg war ein Renner. Nachdem er bereits auf den Filmfestspielen in Cannes und dem Ajyal Youth Film Festival in Doha, Katar, gezeigt wurde, bei dem er den Preis für den besten Kurzfilm gewonnen hat, überzeugte er nun auch in den USA. Prof. Jürgen Schopper, der Film & Animation an der TH Nürnberg unterrichtet: „Die Preise zeigen: die Ergebnisse unserer Filmausbildung an der Fakultät Design sind international angesehen und werden als hochwertig eingeschätzt. Wichtig ist vor allem, dass es sich dabei nicht um ein Strohfeuer handelt, sondern dass sich die Erfolgsserie kontinuierlich über viele Jahre entwickelt hat.“
Der Puppentrickfilm erhielt auf dem Illinifest Student Film Festival in den USA den ersten Preis in der Kategorie „Best Animated Film“ und wurde zusätzlich mit dem „Grand Jury Award“ ausgezeichnet. Sieben Studierende aus dem Bereich „Film & Animation“ haben von der ersten Konzept-Skizze bis zum fertigen Film über ein Jahr lang an der Entstehung von „wHole“ gearbeitet. Bei der verwendeten Animationstechnik wurden einzelne Phasen von handgefertigten Stop-Motion-Puppen in Miniatur-Sets aufgenommen und anschließend am Computer aneinandergereiht, um so die Illusion von Bewegungen zu erzeugen. Die Figuren bestanden aus vielen verschiedenen Einzelteilen, die abbaubar sein mussten, damit sie je nach Bedarf ausgetauscht werden konnten. Die eigens komponierte Filmmusik machte „wHole“ zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk.

„Wir freuen uns immer, wenn die Arbeiten unserer Studierenden gewürdigt werden – national und international. Die meisten Filme sind No-Budget-Produktionen, was die hohe Qualität, die sie zeigen, umso beeindruckender macht“, so Prof. Jürgen Schopper. Die Fakultät Design kann noch weitere Erfolge verzeichnen: Der Film „Kaska“, der von einem kleinen spinnenähnlichen Roboter handelt, der durch die Ruinen einer Nachkriegsstadt auf der Suche nach Opfern kriecht, erhielt auf dem Fright Night Theatre Film Festival in Kanada den ersten Preis in der Kategorie „Best Fantasy Short“. Der Kurzfilm über den 37-jährigen Nesthocker Thorsten und seine Mutter „Mutti sagt“ wurde mit dem „Creative Vision Nachwuchs-Förderpreis“ der Kategorie „Filmemacher“ in Berlin ausgezeichnet.
Beim Mittelfränkischen Jugendfilmfestival ging der Publikumspreis, der während der Veranstaltung direkt von den Zuschauern gewählt werden konnte, an den Film „Bug City – Behind the Screens“. In der Kategorie „Professional“ räumte die Studierendengruppe „Wildboar“ der TH Nürnberg den ersten Preis ab. Ihr Film „Operation Rising Tusk“ über Sputnik 2 führt die Weltraummission von 1957 ins Irrwitzige. So hat Russland nicht nur die Hündin Laika in die Erdumlaufbahn geschickt, auch die USA haben einen Elefanten in den Weltraum katapultiert, um die Russen zu übertrumpfen. Der Beginn eines Animationsfilms, der überraschende Wendungen mit viel Spaß verstrickt.  
Gold, Silber und Bronze erhielten die Filme der Design-Studierenden bei den [ki’ta:so]-Filmtagen in Erlangen. Den ersten Platz erreichte „Hausgewandert“, ein aufwendig produzierter Film über einen Physikprofessor. Das Musikvideo „Mastercraft – Who Killed Bruce Lee“ landete auf Platz zwei, der Kurzfilm „Mutti sagt“, der schon in Berlin ausgezeichnet wurde, auf Platz drei.

Der Studiengang „Film & Animation“ an der TH Nürnberg ist eine praxisorientierte Ausbildung. Die Studierenden erlernen die Produktion von Kurzfilmen, Music-Videos, Commercials und Motion Graphics. Beginnend vom Konzept über Storyboards, Dreharbeiten, Visual Effects-Bildbearbeitungen bis hin zur Musik- und Tonmischung lernen die Studierenden der Fakultät Design alles über das Film-Genre.

 

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