12.06.2015

Hochschulallianz für den Mittelstand fordert mehr Fördermittel für die Forschung

Ziel: Verdreifachung der Fördermittel und Verschlankung der Förderkriterien

Die Hochschulallianz für den Mittelstand, in der die TH Nürnberg Gründungsmitglied ist, fordert eine Verdreifachung der Fördermittel für die Forschung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Anlässlich eines Treffens mit den SPD-Bundestagsabgeordneten der AG Bildung und Forschung wurde diese Forderung erhoben.

Im Fokus der Kritik steht dabei vor allem die Förderlinie „FHprofUnt“ für die Förderung von anwendungsbezogenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten, die die Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Kooperation mit mittelständischen Unternehmen durchführen. Für die im Jahr 2006 eingeführte Förderlinie hat das BMBF seit 2006 insgesamt lediglich 176 Mio. Euro Fördergelder bewilligt. Aufgrund der äußerst knappen Ausstattung des Programms mussten daher in den zurückliegenden Jahren viele sehr gute Projektanträge abgelehnt werden. Wurden 2010 noch 129 Projekte mit einem Volumen von 34,3 Mio. Euro gefördert, so waren es 2011 nur noch 49 Projekte mit 13,5 Mio. Euro. Dagegen stieg der Anteil grundsätzlich förderungswürdiger Anträge von 67 Prozent (2007) auf 82,3 Prozent (2011).  Die geringe Erfolgsquote für die Antragsteller von aktuell unter 13 Prozent bei gleichzeitig hohen Bewertungen der Anträge führt zu erheblichen Frustrationen bei den Forscherinnen und Forschern an den Hochschulen wie auch auf Seiten der beteiligten Unternehmen und weiterer Kooperationspartner.

Prof. Hans-Hennig von Grünberg, Präsident der Hochschule Niederrhein und Vorsitzender der Hochschulallianz für den Mittelstand, fordert eine nachhaltige Verbesserung: „Die Aufstockung der Fördersumme für die aktuelle Förderperiode 2015 um gerade einmal 4 Mio. Euro wird das Problem nicht lösen. Das Programm ist mit Blick auf das Aufwand-/Erfolg-Verhältnis einfach kein interessantes Angebot mehr, denn der administrative Aufwand ist extrem hoch. Auch die Bereitschaft der Unternehmen sich zu beteiligen, lässt deshalb stark nach. Um wieder zu vernünftigen Förderquoten zu kommen ist mindestens eine Verdreifachung der Fördermittel und eine Verschlankung der Förderkriterien nötig.“

Auch bei der Weiterentwicklung der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern fordert die Hochschulallianz für den Mittelstand eine stärkere Beteiligung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Gerade in regionalen Verbünden könnten sie eine Schlüsselrolle im Wissens- und Technologietransfer einnehmen.

Weitere Informationen unter www.hochschulallianz.de

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