15.11.2013

Ehemalige Architekten besuchen ihre frühere Fakultät

Die Senioren begutachten das neue Gebäude in der Bahnhofstraße

20 ältere Herren und eine Dame trafen sich im Hörsaal BB.302 in der Bahnhofstraße 90. Vor 50 Jahren im Jahr 1963 hatten sie ihre Urkunden als graduierte Hochbauingenieure erhalten. Sie hatten genauso lange studiert wie die Bachelor 2013. Ihr damaliger Lehrer, der 1962 frisch berufene Prof. Herrmann Scherzer, war begeistert mit dabei und wurde von seinen ehemaligen Studierenden herzlich begrüßt.
In einem kurzen Exkurs zur zweigliedrigen fünfjährigen Bachelor- und Masterausbildung in der Architektur erläuterte Prof. Hubert Kress die bekannte Vereinfachung der Baugesetzgebung und die damit einhergehende Verlagerung der Verantwortung auf die praktizierenden Architektinnen und Architekten. Daraus habe sich die Notwendigkeit ergeben, fünf Jahre zu studieren, um in die Architektenkammern eingetragen zu werden.
Die einzige Dame der Gruppe, schon damals die einzige Frau in dem Studienjahr 1963, war ganz neugierig auf die vielen Studentinnen, die jetzt mit einem Anteil von 65 % Architektur studieren. Alle begutachteten anerkennend die vorhandenen Zeichenarbeitsplätze und die Tatsache, dass das Zeichnen mit Bleistift und Dreiecken im ersten Studienjahr immer noch gepflegt werden.
Beim abschließenden Gang durch das frühere Domizil im Gebäude KC am Keßlerplatz, das jetzt zum Abbruch bereit steht, war schon fast wieder ausgelassene Studentenstimmung unter den älteren Herrschaften eingekehrt, und alte Erinnerungen wurden wach.

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