18.05.2017

5. VWL-Seminar mit Prof. Dr. Martin Abraham von der FAU abgehalten

Am 18. Mai 2017 traf sich die Fächergruppe VWL zum fünften Mal zu ihrem regelmäßig stattfindenden Seminar, in dem aktuelle angewandte Themen der neueren ökonomischen Forschung besprochen werden. Prof. Dr. Martin Abraham – Inhaber des Lehrstuhls für Soziologie und empirische Sozialforschung an der Friedrich-Alexander-Universität – berichtete zum Thema „Reputation Formation in Economic Transactions“.

Über die grundsätzliche Rolle von Reputationsmechanismen als wichtiges Hilfsmittel für die Gestaltung von Geschäftsbeziehungen und Verträgen hinaus, beschäftigte sich der Vortrag vor allem mit der Frage, unter welchen Bedingungen unregulierte, netzwerkbasierte Reputation überhaupt entstehen kann. Neuere empirische Ergebnisse der experimentellen Wirtschaftsforschung zeigen, dass bereits geringe Kosten des Informationsaustausches zwischen Treuhänder und Treunehmer die Wahrscheinlichkeit des Informationsflusses und damit den Aufbau von Reputation verringern. Darüber hinaus ist gegenseitige Reziprozität ein Treiber für die Entstehung von Reputation. Weiterhin berichtete Martin Abraham, dass es einen Unterschied zwischen der Weitergabe objektiver (=Details der Transaktion) und subjektiver (=Rating bzgl. des Tausches bzw. Tauschpartner) Informationen gibt. Stehen beide kostenlos zur Verfügung nimmt die Übermittlung Ersterer im Zeitverlauf weniger stark ab als die Weitergabe von subjektiven Informationen.

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