22.09.2021

Extrem laut und unglaublich nah

Bündnis Nürnberger Kulturschaffender startet theatrale Erkundungsexpedition

Das Gemeinschaftsprojekt der Technischen Hochschule Nürnberg und der Hochschule für Musik Nürnberg feiert Premiere. Basierend auf dem Roman „Extrem laut und unglaublich nah“ von Jonathan Safran Foer ist in Kooperation mit PLUS – Staatstheater Nürnberg, Gostner Hoftheater, Theater Salz+Pfeffer, LEONARDO – Zentrum für Kreativität und Innovation und weiteren Partnern ein Theaterabend entstanden, der als theatrale Erkundungsexpedition an mehreren Stationen zwischen Opernhaus und Bärenschanze stattfindet. Am 26. September um 18.30 Uhr startet die Expedition auf dem Theater-Vorplatz.

Nürnberg, 22. September 2021.
Der 9-jährige Oskar hat bei den Anschlägen auf das World Trade Center seinen Vater verloren. Da dieser ihn immer auf „Erkundungsexpeditionen“ schickte, glaubt Oskar, der Schlüssel, den er in den Sachen seines Vaters findet, sei ein Hinweis. Also begibt er sich trotz aller Ängste auf eine Reise durch ein verändertes New York, trifft dabei unterschiedlichste Menschen und gerät in aberwitzige Abenteuer. Zwischen den Stadtteilen Tafelhof und Gostenhof entspinnt sich eine Geschichte von Trauer und Verlust, Hoffnung und Neuanfang.
Gemeinsam mit Oskar macht sich das Publikum auf den Weg durch die Stadtteile Tafelhof und Gostenhof. Die Inszenierung mit insgesamt 55 Mitwirkenden vereint dabei Schauspiel, Tanz und Figurenspiel zu einem theatralen Gesamterlebnis. Mitglieder des Jugendclubs des Staatstheaters agieren neben langjährigen Profis, Kunst arbeitet mit Wissenschaft, Staatstheater mit freier Szene.
„9/11“ hat sich gerade zum zwanzigsten Mal gejährt. Die Anschläge bildeten ein einschneidendes Erlebnis, das das globale Miteinander nachhaltig verändert hat. Eine ähnliche Zäsur ist aktuell durch die Pandemie erlebbar. Ausgehend von Foers Roman setzt sich die Inszenierung mit der Frage auseinander, wie man weiterlebt, wenn sich durch ein Ereignis das scheinbar Unerschütterliche verändert und nichts mehr so sein wird, wie es war.  
Die Nürnberger Hochschulen kooperieren im Rahmen des LEONARDO-Projekts und erweitern die Performance um ihre digitale Dimension. Dafür arbeiten Prof. Anselm Dalferth, Professor an der Hochschule für Musik, und Prof. Dr. Timo Götzelmann, Professor für Human Computer Interaction an der Technischen Hochschule Nürnberg, gemeinsam an einer Umsetzung für die sogenannten „Audiowalks“, die die Wege zwischen den drei Theatern verbinden und durch eine digitale Außeninszenierung erweitern.
In Auseinandersetzung mit den Stadtteilen Tafelhof und Gostenhof wird der Blick auf die Stadtgesellschaft geschärft: Wie hat sich die Welt durch Corona verändert? Wie unser Verhalten? Und wie finden wir trotz aller Ängste und Verluste zu einer (neuen) Normalität?



Extrem laut und unglaublich nah  
Eine theatrale Erkundungsexpedition  
Premiere: Sonntag, 26. September 2021, 18.30 Uhr, Vorplatz Schauspielhaus

Besetzung Staatstheater Nürnberg:  
Jugendclub des Staatstheaters Nürnberg:  
Saron Abeyou, Judith Bertl, Bozhidara Mihaylova, Nikita Romanenko, Leonie Scharf, Wilemine Wendrich
Schauspielensemble (Sprecherin/Sprecher oder Filmsequenz):
Pius Maria Cüppers (A. R. Black), Stephanie Leue (Abby Black), Adeline Schebesch (Oma)
Künstlerische Projektleitung: Christine Haas
Spielleitung: Christine Haas, Burak Uzun
Koordination Staatstheater Nürnberg: Anja Sparberg, Leitung PLUS
Kostüme: Lena Scheerer

Weitere Termine im September und Oktober:  

Dienstag, 28.09.2021, 18.30 und 20 Uhr             Donnerstag, 07.10.2021, 18.30 und 20 Uhr
Donnerstag, 30.09.2021, 18.30 und 20 Uhr         Sonntag, 10.10.2021, 18.30 und 20 Uhr
Dienstag, 05.10.2021, 18.30 und 20 Uhr

Tickets unter www.laut-nah.de  

Eine Initiative von transforming arts e.V.  
Technische Hochschule Nürnberg & Hochschule für Musik Nürnberg in Kooperation mit: Staatstheater Nürnberg, Gostner Hoftheater, Theater Salz+Pfeffer und LEONARDO – Zentrum für Kreativität und Innovation sowie weiteren lokalen Akteurinnen und Akteuren  

Die Produktion „Extrem laut und unglaublich nah“ wird unterstützt durch die Stadt Nürnberg – Kulturreferat, die Kulturstiftung der Sparkasse, wbg2000 Stiftung, Mobiles Kino e. V. und N-ERGIE.


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