15.06.2020

Technik # weiblich # logisch

Studierende der TH Nürnberg unterstützen Ausstellung des Museums „Frauenkultur Regional – International“

In der Metropolregion Nürnberg arbeiten viele Frauen in wissenschaftlichen und technischen Berufen. Diesen Frauen ist die neue Ausstellung des Museums „Frauenkultur Regional – International“ in Fürth / Burgfarrnbach gewidmet. Studierende der TH Nürnberg haben unter der Leitung von Prof. Dr. Beatrice Dernbach die Ausstellung mit verschiedenen Beiträgen unterstützt.

Nürnberg, 15. Juni 2020.
Die britische Mathematikerin Ada Lovelace, geboren 1815, wird von vielen Historikern als die erste Person im Bereich des Programmierens angesehen – nach ihr wurde auch die Programmiersprache Ada benannt. Cécile Vogt, die im Jahr 1900 in Paris promoviert hat, gilt heute als Mitbegründerin der modernen Hirnforschung und wurde insgesamt 13-mal für einen Nobelpreis für Physiologie oder Medizin nominiert. Als erste Frau überquerte Amelia Earhart 1932 den Atlantik im Alleinflug und setzte sich ihr Leben lang dafür ein, auch Frauen an technischen Hochschulen zuzulassen. Diese Frauen sind nur drei Beispiele für weibliche Vorbilder in der Wissenschaft – Beispiele, die es auch in Deutschland gibt. Mit Frauen und Technik in der Metropolregion Nürnberg beschäftigt sich die aktuelle Ausstellung „Technik # weiblich # logisch“ des Museums „Frauenkultur Regional – International“ in Fürth / Burgfarrnbach. Der Verein „Frauen in der Einen Welt e.V.“, der das Museum betreibt, wurde dieses Mal von der Universität Bamberg und von Studierenden des Studiengangs Technikjournalismus / Technik-PR der TH Nürnberg unterstützt.
Die Ausstellung beleuchtet Frauen in verschiedenen Bereichen der Wissenschaft, beispielsweise in der Medizintechnik, und verknüpft sie mit spannenden Daten und Zahlen. So werden Herzerkrankungen immer noch als Männerkrankheit angesehen, weshalb eine Herzinfarktpatientin höhere Überlebenschancen hat, wenn sie selbst von einer Ärztin behandelt wird. Auch Frauen als Erfinderinnen finden in der Ausstellung ihren Platz. Dabei geht es nicht nur um große Entwicklungen, sondern auch um den alltäglichen Erfindungsreichtum von Frauen, beispielsweise das Umfunktionieren einer alten Waschmaschine aus der damaligen DDR zum Einweckautomat.
Einen großen Teil der Ausstellung machen die Frauenporträts aus, die die Veränderung von Frauenbildern in technischen Berufen und in der Forschung verdeutlichen und verschiedene Generationen zeigen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Beatrice Dernbach vom Studiengang Technikjournalismus / Technik-PR haben die Studierenden einige der Frauen porträtiert. „Die Studierenden haben verschiedene Interviews mit vielen interessanten Frauen geführt und waren dafür auch in Industrie- oder Handwerksbetrieben. Dabei haben sie mit viel Engagement die beruflichen Laufbahnen und die damit verbundenen Herausforderungen und Motivationen der Frauen herausgearbeitet“, sagt Prof. Dr. Beatrice Dernbach. Eine der Porträtierten ist dabei selbst aus der TH Nürnberg: Prof. Dr.-Ing. Stephanie Stute, die bislang noch einzige Frau an der Fakultät Verfahrenstechnik. Auch Ulrike Modrach, Teamleiterin in der Produktionstechnik des Mobilkranherstellers Tadano Faun in Lauf, wird porträtiert. Sie ist eine der Mentorinnen im Technik-Mentoring-Programm „simone“ der TH Nürnberg, das Studentinnen und erfahrende Ingenieurinnen oder Informatikerinnen für einen Erfahrungsaustausch zusammenführt. An der TH Nürnberg sind rund ein Viertel der Studierenden in den Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und den Naturwissenschaften Frauen.
Ein Ziel der Kuratorinnen, Prof. Dr. Gudrun Cyprian, Prof. Dr. Gaby Franger und Ruba Ghanem (IT Professional), war es, mit den Porträts Geschichten von Frauen zu erzählen, die als Vorbilder dienen können. In der Metropolregion gibt es viele herausragende Pionierinnen, Forscherinnen und Technikerinnen, die ganz selbstverständlich in ihren Berufen arbeiten und den Weg für andere Frauen ebnen – nicht wenige forschen, lehren und studieren an den regionalen Universitäten und Hochschulen.
Die Ausstellung ist noch bis zum Herbst 2021 im Museum Frauenkultur Regional – International im Marstall von Schloss Burgfarrnbach zu sehen. Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie auf der Webseite des Museums.


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