08.12.2016

4. VWL-Seminar zu Nutzen und Kosten neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in der GKV

Am 8. Dezember 2016 traf sich die Fächergruppe VWL bereits zum vierten Mal zu ihrem regelmäßig stattfindenden Seminar. Thema waren dieses Mal Nutzen und Kosten neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Prof. Dr. Frank-Ulrich Fricke, Gesundheitsökonom und unparteiisches Mitglied der Schiedsstelle für die Festsetzung von Arzneimittelpreisen in der GKV, berichtete über die Zulassung und Preise von Innovationen in der GKV sowie die implizite und explizite Budgetdeckelung in den Gesundheitssystemen in Großbritannien, Deutschland und den USA. Trotz der zum Teil hohen Preise neuer Behandlungsmethoden, wie z. B. der Gentherapie, kommt er zu dem Schluss, dass die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland aktuell finanziell gut aufgestellt ist. Ebenso hält er nach Abwägung aller Vor- und Nachteile eine implizite Rationierung im Gesundheitswesen für unvermeidbar. Das Plenum diskutiert zudem ausführlich die Problematik emotionaler Betroffenheit im Einzelfall und rationaler Betrachtung der Kosten-Nutzen Abwägung im Sinne einer nachhaltigen finanziellen Tragfähigkeit des gesamten Gesundheitswesens.

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