12.06.2013

BW-Bachelorstudierende der Vorlesung „Verkehrswirtschaft und Transportmanagement“ zu Gast beim Logistikdienstleister DB Schenker in Nürnberg

DB Schenker gehört mit rund 96.000 Mitarbeitern und rund 20,3 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr zu den weltweit führenden Logistikunternehmen.

Im Raum Nürnberg ist DB Schenker bestens vertreten – mit fünf Standorten der Schenker Deutschland AG: am Hafen, in der Innenstadt am Kohlenhof, am Messegelände, am Flughafen und in Fürth. Am 12. Juni 2013 hatte eine Gruppe von Bachelorstudierenden der Vorlesung „Verkehrswirtschaft und Transportmanagement“ in Begleitung von Prof. Dr. Stefanie Müller die Gelegenheit, den Standort am Hafen zu besuchen und dort das Unternehmen sowie seine Abläufe näher kennen zu lernen.
Das 1872 in Wien von Gottfried Schenker gegründete Speditionsunternehmen hat schon seit Jahrzehnten eine starke Nähe zur Bahn: 1931 von der Deutschen Reichsbahn gekauft, ab 1949 im Besitz der deutschen Bundesbahn wurde Schenker erst mit dem Verkauf an den Logistikkonzern Stinnes wieder Teil eines privatwirtschaftlichen Unternehmens. Diese Periode währte jedoch nur recht kurz: Mit der Übernahme von Stinnes durch die Deutsche Bahn AG gehörte Schenker wieder dem Bahnkonzern an und wird seit Ende 2007 unter der Marke „DB Schenker“ geführt.
All dies war während eines einführenden Vortrags zum Unternehmen und Geschäften zu erfahren; weiterhin, dass die Schenker Deutschland AG mit 15.800 Mitarbeitern und rund 4 Milliarden Euro jährlichem Umsatz die größte Landesgesellschaft im weltweiten Netzwerk von DB Schenker darstellt. In einer regen Diskussion stellten Konrad Braun (Geschäftsleiter Landverkehre) und Friedrich Rebelein (Qualitätsmanager) auch mal Fragen an die Studierenden und forderten auf, den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn zu nennen oder den Begriff „Hub-and-Spoke-System“ zu erklären.
Anschließend ging es zu einer Tour in die Umschlagshalle, wo Gelegenheit war, die Schenker-typische Doppelstockverladung kennen zu lernen: Durch das Einhängen von Zwischenböden in entsprechend konstruierte Lkw können Güter in zwei Schichten übereinander verladen werden, ohne dass Paletten oder andere Transportobjekte in schadensträchtiger Weise direkt übereinander gestellt werden müssen. Auch ein Einblick in die Steuerung und Optimierung des Güterumschlags war in der Diskussion. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs (gegen 16 bis 17 Uhr) war zwar noch nicht so viel los wie später am Abend (die Spitzenzeit des speditionellen Güterumschlag ist zwischen 18 und 23 Uhr). Dennoch bekamen die Teilnehmer einen guten Eindruck von den Umschlagsaktivitäten, den Lagergeschäften und den erforderlichen Informationsflüssen. Da es noch ein bisschen ruhiger zuging, blieb auch Muße für die eine oder andere Frage oder Diskussion mit Benno Metzger, dem verantwortlichen Umschlagmanager.
Unser Besuch am 12. Juni war voraussichtlich der letzte an diesem Standort: Die Schenker Deutschland AG errichtet derzeit einen großen Neubau im Hafengelände, in dem die beiden Standorte „Hafen“ und „Innenstadt“ (Kohlenhof) zusammengeführt werden. Mit 10.200 Quadratmetern wird die dort verfügbare Umschlagfläche fast doppelt so groß sein wie die jetzige Umschlagsanlage am Hafen. Die Inbetriebnahme ist für 2014 geplant.
Für die interessanten Einblicke bei DB Schenker und im Umschlagsbetrieb in Nürnberg nochmals ganz herzlichen Dank an die Herren Braun, Rebelein und Metzger!

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