25.06.2014

Akademische Tradition mit anspornenden Antrittsvorlesungen zur Berufs- und Arbeitspädagogik sowie zur Empirischen Volkswirtschaftslehre fortgeführt

Prof. Dr. Robert Jäckle und Prof. Dr. Raphael Verstege, die neu berufenen Professoren an der Fakultät Betriebswirtschaft der TH Nürnberg, stellten sich mit zwei Antrittsvorlesungsvorträgen am 25. Juni 2014 dem breiten Publikum aus dem Professorenkollegium, Studierenden und Wirtschaftsinteressenten vor.

Die beiden Themen lauteten „Commitment Devices, Reminders, and Academic Performance“ und „Die Berufs- und Studienwahl im Kontext antizipierter Selbstkonzepte“. Dekan Prof. Dr. Uwe Mummert und Prodekanin Prof. Dr. Laila Hofmann führten in diese wissenschaftliche Tradition, die an der Fakultät Betriebswirtschaft von Semester zu Semester weitergereicht wird, ein und sprachen auch in Ihren Funktionen als Berufungskommissionsvorsitzende die einführenden Worte.
Im Vortrag von Prof. Dr. Raphael Verstege wurde die Berufs- bzw. Studienwahl auf Basis aktueller Zahlen und vor dem Hintergrund verschiedener Berufswahltheorien erläutert. Wie anhand empirischer Befunde gezeigt werden konnte, ist in der Entwicklung des persönlichen und beruflichen Selbstkonzepts ein wesentlicher Prädiktor für die späteren Berufswahlmotive zu sehen. Diese Thematik wird folglich noch stärker in das berufspädagogische Lehrangebot an der Fakultät integriert werden und eine weiterhin wichtige Rolle in der Forschung von Prof. Dr. Verstege spielen. Er vertritt die Lehrgebiete Personal sowie Berufs- und Arbeitspädagogik. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Production Management an der Hochschule Reutlingen schloss Prof. Dr. Verstege ein Studium der Wirtschaftspädagogik mit Promotion an der Universität Stuttgart-Hohenheim an. Neben verschiedenen leitenden Tätigkeiten bei der Bosch-Gruppe beschäftigte er sich in einem kooperativen Forschungsprojekt mit der Robert Bosch GmbH mit der Integration neuer Medien in die betriebliche Berufsausbildung.
Prof. Dr. Robert Jäckle stellte eine Forschungsarbeit vor, in der er zusammen mit Co-Autoren untersucht, ob Zielvereinbarungen Studenten dazu anspornen, schneller zu studieren. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass derartige Verträge dazu geeignet sind, die Studienzeit – bei gleichbleibenden Leistungen – um 10 % zu verkürzen. Er vertritt dort das Lehrgebiet Empirische Volkswirtschaftslehre. Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der angewandten Ökonometrie, der Surveymethodik sowie der angewandten Bildungs- und Verhaltensökonomik. Prof. Dr. Jäckle studierte Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München. Als Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter forschte er zwischen 2004 und 2007 am ifo Institut für Wirtschaftsforschung im Bereich Sozialpolitik und Arbeitsmärkte und als Gastforscher bei der Deutschen Bundesbank.
Ein gemeinsamer Ausklang in Kreise der Vorlesungsgäste rundete die erneut gut angenommene Veranstaltungsreihe "Antrittsvorlesungen" ab.

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