Aufgaben des Schwerbehindertenbeauftragten

Nach Grundgesetz Artikel 3 Abs. 3 Satz 2 darf niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Aufgaben

  • Ansprechpartner für behinderte und chronisch kranke Studierenden sein
  • studienvorbereitende und studienbegleitende Beratung
  • sich für den Ausgleich von Nachteilen beim Studium und bei Prüfungen einsetzen
  • Mitwirkung bei der Planung und Durchführung behindertengerechter Maßnahmen

Schwerbehindertenvertretung für Professoren und Mitarbeiter

Die besondere Fürsorge- und Förderungspflicht des Sozialgesetzbuches (SGB IX) und des Bayerischen Behindertengleichstellungsgesetzes (BayBGG) verpflichtet die Hochschule als öffentlichen Arbeitgeber, die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen zu fördern und vor allem die Beschäftigungsquote von schwerbehinderter Menschen zu erfüllen. Im Rahmen dieser Verpflichtung erfüllt die Schwerbehindertenvertretung folgende Aufgaben:

  • Eingliederung schwerbehinderter Menschen insbesondere durch Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung bei Berufungsverfahren und Stellenausschreibungen
  • Interessenvertretung Schwerbehinderter in der Hochschule, insbesondere durch Prüfung, ob Gesetze, Tarifverträge eingehalten werden
  • Präventive und unterstützende Maßnahmen
  • Ansprechpartner für Anregungen und Beschwerden von schwerbehinderten Menschen
  • Hilfe bei Anträgen auf Feststellung einer Behinderung, ihres Grades und Schwerbehinderung sowie bei Anträgen auf Gleichstellung bei den zuständigen Behörden

Kontakt: Vertrauenpersonen der Schwerbehinderten

Werner Fleischmann Werner Fleischmann
Dipl.-Verw.wirt (FH)
Christine Knab Christine Knab
Dipl.-Bibl. (FH)
Alexander Schöbel Alexander Schöbel
Georgios Rompies Georgios Rompies
Kai Rechtenbach Kai Rechtenbach
Dipl.-Chem.

Behindertenbeauftragte für Studierende

Ursula Meßmann Ursula Meßmann
Dipl.-Päd.

Sprechzeiten

Montag, 9.30 - 12.00 Uhr und nach Vereinbarung.

Wichtige Infos für Studieninteressierte und Studierende

Wenn Sie sich für einen zulassungsbeschränkten Studiengang interessieren, gibt es die Möglichkeit einen Härtefall oder eine Verbesserung von Wartezeit oder Notendurchschnitt beim Studienbüro zu beantragen.

Welche Kriterien für den Antrag gelten, können Sie hier nachlesen.

hier finden Sie Informationen zum behindertengerechten Zugang und Ausstattung unserer Gebäude.

In der Rahmenprüfungsordnung für die Fachhochschulen in Bayern ist in §5 festgelegt, dass es für behinderte Studierende einen Nachteilsausgleich bei Prüfungen geben kann:

'Behinderten Studenten kann Nachteilsausgleich in Form von zusätzlichen Arbeits- und Hilfsmitteln gewährt werden, soweit dies zur Herstellung der Chancengleichheit erforderlich ist. Zu diesem Zweck können auch die Bearbeitungszeiten in angemessenem Umfang verlängert oder die Anlegung der Prüfung in einer anderen Form genehmigt werden.'

Der Nachteilsausgleich wird mit einem formlosen Antrag und einem ärztlichen Attest an den Prüfungsausschuss gestellt und beim Studienbüro abgegeben. Der Antrag muss spätestens mit der Anmeldung zur Prüfung gestellt werden.

Wer mehr über die Möglichkeiten des Nachteilsausgleichs wissen will, kann Näheres auf den Seiten der Beratungsstelle 'Studium und Behinderung' des Studentenwerks in Berlin nachlesen.

Wenn Sie zusätzlich Hilfen, wie Gebärdensprachdolmetscher, Vorlesekräfte oder Begleitpersonen, zum Studium brauchen, müssen Sie einen Antrag auf Kostenübernahme beim überörtlichen Sozialhilfeträger stellen. 

Für unsere Hochschule ist die Bezirksverwaltung Mittelfranken in Ansbach zuständig: 

Bezirk Mittelfranken: Sozialreferat
Rettistraße 54-56, 91522 Ansbach
Tel: 0981 4664-2402
Arbeitsbereich24(at)bezirk-mittelfranken.de 
www.bezirk-mittelfranken.de

Postanschrift: Postfach 617, 91511 Ansbach

 

Persönliches Budget - eine Lösung ?
Menschen mit Behinderung, die das persönliche Budget und damit die Möglichkeit, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, nutzen wollen, brauchen effektiv gestaltete Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebote.

Informationen bei der Frage 'Persönliches Budget ja  oder nein?' finden Sie unter:
www.forsea.de
www.familienratgeber.de

 

Berufliche Integration

Die Pfennigparade bietet Menschen mit Körperbehinderung qualifizierte Arbeitsplätze im kaufmännischen, technischen und IT-Bereich in Süddeutschland an.

Informationen zum Berufseinstieg finden Sie auch hier: myhandicap.de: Karrierestart!

Wer einen Behinderungsgrad nachweist von mindestens 70 % MdE, kann für einen Wohnheimplatz in einem der Studentenwerkswohnheime einen Antrag auf bevorzugte Berücksichtigung stellen. Im Studentenwohnheim St. Peter in Nürnberg gibt es vier ausgewiesene Wohnheimplätze für behinderte Studierende. 
Wohnheime siehe unter: Studentenwerk Erlangen-Nürnberg

 

 

Google Europe Stipendium für Studierende mit Behinderung

Das Stipendium richtet sich an Studierende mit Behinderung, die Informatik studieren und sich im letzten Jahr der Ausbildung zum Bachelor, in einem Masterstudiengang oder in einer Doktorandenausbildung befinden. 

Weitere Informationen: https://www.google.com/studentswithdisabilities-europe/

Michael Klisa Michael Klisa

Die wichtigste Adresse für behinderte Studienbewerber und Studierende ist die Informations- und Beratungstelle Studium und Behinderung des Deutschen Studentenwerks in Berlin. Dort gibt es auch sehr ausführliche Informationen und einen Führer 'Studium und Behinderung'. Diese Broschüre enthält wichtige Informationen und sollte von jedem gelesen werden, der mit einer Behinderung ein Studium aufnehmen möchte.

Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung
Monbijouplatz 11
10178 Berlin
Tel. 030 / 29 77 27 - 64
Fax: 030 / 29 77 27 - 69
E-Mail: studium-behinderungatstudentenwerkPunktde
Internet: https://www.studentenwerke.de

Bundesarbeitsgemeinschaft Hörbehinderter Studenten und Absolventen e.V.
Dipl.-pol. Andreas Kammerbauer
H. d. Hochstätte 2b
65239 Hochheim am Main
ST/Tel.: 06 14 6 / 83 55 37
Fax: 06 14 6 / 83 55 38
E-Mail: andreas.kammerbaueratt-onlinePunktde
Homepage: www.bhsa.de

Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. DVBS
Frauenbergstraße 
835039 Marburg
Tel. 06421/94888-0
Fax 06421/94888-10
E-Mail infoatdvbs-onlinePunktde
Homepage: http://www.dvbs-online.de/


Weitere wichtige Adressen für behinderte Studierende im Raum Nürnberg/Erlangen:

Berufsberatung für Abiturienten und Hochschüler
Arbeitsagentur Nürnberg, Richard-Wagner-Platz 5, 90443 Nürnberg,
Tel. 0911 / 529-0

Wenn Hilfen zum Studium auf Basis der Sozialhilfe beantragt werden müssen:
Bezirk Mittelfranken, Sozialverwaltung, Rettistraße 54-56, 91522 Ansbach,Tel: 0981 4664-2402

Arbeitsbereich24(at)bezirk-mittelfranken.de 
www.bezirk-mittelfranken.de

Postanschrift: Postfach 617, 91511 Ansbach

Selbsthilfeprojekte:
Studenten-Initiative-Behinderte e.V. (STIB)
Cedernstr. 2, 91054 Erlangen, Tel. 09131 / 205449.

ZSL e.V. Erlangen, Zentrum für selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V.
Luitpoltstr. 42, 91052 Erlangen, Tel. 09131 / 205022
www.zsl-erlangen.de

HörEnswert e.V.
Vereinigung junger Menschen mit Hör-Handicap in Nordbayern
Blaicherstraße 12, 95326 Kulmbach, Tel 09221 /  395-9752
info(at)hoerenswert.org
www.hoerenswert.org

Die Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung des Deutschen Studentenwerks bietet außerdem regelmäßig Seminare an. Infos unter https://www.studentenwerke.de/behinderung

Für Fragen stehen Ihnen die MitarbeiterInnen der Beratungsstelle Studium und Behinderung zur Verfügung:
Tel. 030 / 29 77 27-64
E-Mail: studium-behinderungatstudentenwerkePunktde

 

Gebärdensprachvideos

Gebärdensprachvideos für hörgeschädigte Studieninteressierte auf den Internetseiten der Universität Hamburg Basis-Informationen für hörgeschädigte Studieninteressierte, die in Deutscher Gebärdensprache kommunizieren, bietet die Universität Hamburg auf ihren Internetseiten an. Es handelt sich insgesamt um zehn Gebärdensprachvideos, die im Rahmen eines von der Hansischen Universitätsstiftung finanzierten Projekts in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Unternehmen "Gebärdenwerk" entstanden sind.

Hier finden Sie Informationen für Studierende mit...
Hörbehinderung
Körperbehinderung
Legasthenie
Sehbehinderung

 
Technische Hilfsmittel
Datenbank zu technischen Hilfsmitteln: http://www.rehadat.de

Studienfinanzierung
Eine Studienfinanzierung aus einer Hand gibt es nicht. Eine Reihe verschiedener Kostenträger übernimmt die Finanzierung des üblichen Lebensunterhalts und der behinderungsbedingten Mehrbedarfe. Es ist nicht immer einfach zu klären, wer für die Finanzierung zuständig ist. Beteiligte Kostenträger sind insbesondere: die BAföG-Ämter, die örtlichen und überörtlichen Sozialhilfeträger, die Träger der Grundsicherung für Arbeitssuchende und die Kranken- und Pflegekassen. In Einzelfällen können Berufsgenossenschaften, Dritte bzw. deren Haftpflichtversicherungen, Versorgungsämter u. a. zu Zahlungen verpflichtet sein. Weitere Informationen finden Sie  hier:
http://www.studentenwerke.de/de/content/studieren-mit-beeintr%C3%A4chtigungen-keine-finanzierung-aus-einer-hand

Sonstiges
Wohnen
Portal für behinderte Menschen

Weitere Information per Telefon oder im Internet

Bürgertelefone

Bürgertelefone, die bisher unter 0800-Nummern kostenlos zur Verfügung standen haben jetzt neue Rufnummern erhalten und sind nunmehr kostenpflichtig.

In 2005 ist das Bürgertelefon wie bisher von Montag bis Donnerstag jeweils von 8 bis 20 Uhr erreichbar. Allerdings kostet es jetzt 0,12 € pro Minute.

Die neuen Telefonnummern lauten:

  • 018 05 – 99 66 01 Fragen zur Rente
  • 018 05 – 99 66 02 Fragen zur Krankenversicherung
  • 018 05 – 99 66 03 Fragen zur Pflegeversicherung
  • 018 05 – 99 66 04 Infos für behinderte Menschen
  • 018 05 – 99 66 05 Fragen zur Unfallversicherung/Ehrenamt
  • 018 05 – 99 66 07 Schreibtelefon für Gehörgeschädigte // 018 05 -22 11 28 Fax

 

 

Schwerbehindertenantrag online

Menschen mit Behinderung können in Bayern ab sofort Anträge nach dem Schwerbehindertenrecht bequem von zu Hause aus über das Internet stellen:

https://www.schwerbehindertenantrag.bayern.de


Weitere Hilfen

Weitere Hilfen wie Technische Arbeitshilfen, Zuschuß zur Eingliederung, Beratung und Information finden Sie auf den Internetseiten:

www.regierung.mittelfranken.bayern.de

www.schwbv.de

Bayerisches Gesetz zur Gleichstellung, Integration und Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Die Behindertenpolitik ist seit langem ein Schwerpunkt bayerischer Sozialpolitik.
Dabei sind zwei Grundsätze richtungsweisend:

  • Schutz des Lebens und der Würde von Menschen mit Behinderung
  • Stärkung der Fähigkeit und der Möglichkeit von Menschen mit Behinderung, über ihr Leben selbst zu bestimmen bzw. es selbst zu gestalten.

Im Zentrum bayerischer Behindertenpolitik steht derParadigmenwechsel von der Fürsorge und Versorgung hin zurgleichberechtigten Teilhabe für Menschen mit Behinderung.

Vorrangiges Ziel der bayerischen Behindertenpolitik ist es deshalb, die volle und gleichberechtigte Integration der Menschen mit Behinderung in Gesellschaft und Beruf zu erreichen. Eine effektive und nachhaltige gesellschaftliche Integration setzt zu aller erst voraus, dass behinderte Menschen nicht wegen ihrer Behinderung benachteiligt werden. Mit Aufnahme des Benachteiligungsverbots für behinderte Menschen in die Bayerische Verfassung 1998 wurde daher ein wichtiges Ziel bayerischer Behindertenpolitik erreicht. Gleichzeitig wurde durch die Aufnahme eines staatlichen Schutz- und Förderauftrags eine wichtigeWeichenstellung für die zukünftige Behindertenpolitik vorgenommen. Das am 1. Mai 2002 in Kraft getretene Behinderten- gleichstellungsgesetz des Bundes und der am 10. Dezember 2002 vom Ministerrat gebilligte Entwurf eines Bayerischen Behindertengleichstellungsgesetzes konkretisieren den Verfassungsauftrag der Gleichstellung für den Bereich des öffentlichen Rechts. Die erste Lesung des Bayerischen Gesetzes zur Gleichstellung, Integration und Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Landtag erfolgte am 29. Januar 2003, am 25.06.2003 beschloss der Bayerische Landtag einstimmig den Gesetzentwurf der Staatsregierung, der zum 1.August 2003 in Kraft trat.

Zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Leben in der Gemeinschaft gehört auch eine sinnvolle Gestaltung der Freizeit, die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und Neues kennen zu lernen. Hierzu bedarf es ggf. spezieller Angebote und besonderer Unterstützung, damit Menschen mit Behinderung, möglichst zusammen mit Nichtbehinderten, Gemeinschaft erleben. 198 Dienste der offenen Behindertenarbeit bieten insbesondere Beratung, Begleitung und betreute Freizeitmaßnahmen an. Auch der Behindertensport leistet wesentliche Integrationsarbeit. Allein an den vom Freistaat geförderten Sportmaßnahmen für Menschen mit Behinderung nehmen jährlich rund 900.000 Menschen mit Behinderung teil. Hervorzuheben ist dabei auch der oftmals unentbehrliche Einsatz ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer.

Zur Erreichung gleichwertiger Lebensbedingungen von Menschen mit und ohne Behinderung sind auch in Zukunft weitere Anstrengungen erforderlich. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Mobilität, beruflichen Integration und gesellschaftlichen Teilhabe behinderter Menschen.

Bayern schafft ein Gleichstellungsgesetz für Menschen mit Behinderung

Der Bayerische Landtag hat am 25. Juni 2003 das Gesetz zur Gleichstellung, Integration und Teilhabe von Menschen mit Behinderung (Behindertengleichstellungsgesetz) einstimmig beschlossen. Es ist am 1.August 2003 in Kraft getreten.

"Das Bayerische Behindertengleichstellungsgesetz ist ein Meilenstein bayerischer Behindertenpolitik und ein weiterer Schritt von der Fürsorge und Versorgung hin zur gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben. Oberste Leitlinien des Gesetzes, das zahlreiche Verbesserungen für Menschen mit Behinderungmit sich bringt, sind die Würde von Menschen mit Behinderung und die Stärkung ihrer Fähigkeit, ihr Leben selbst zu gestalten und es selbst zu bestimmen", erklärte Stewens.

Das Gesetz lehnt sich eng an die Bestimmungen des Bundesgleichstellungsgesetzes an, das am 1.Mai 2002 in Kraft getreten ist, und ergänzt es in vielen wichtigen Lebensbereichen. Schwerpunkte des Gesetzentwurfs sind insbesondere die Verbesserung der Barrierefreiheit und Mobilität behinderter Menschen,die Erleichterung der Kommunikation unter anderem durch Anerkennung der deutschen Gebärdensprache und die Einrichtung von Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung auf kommunaler Ebene. Außerdem sollen anerkannte Verbände unter bestimmten Voraussetzungen ein Verbandsklagerecht etwa bei einem Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot oder gegen Vorschriften zur Herstellung der Barrierefreiheit erhalten.

Oberste Leitlinien des Bayerischen Gleichstellungsgesetzes sind die Würde von Menschen mit Behinderung sowie die Stärkung ihrer Fähigkeit, über ihr Leben selbst zu bestimmen und es selbst zu gestalten. Die Behindertenpolitik hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Mit Fug und Recht kann von einem Paradigmenwechsel gesprochen werden: von der Fürsorge und Versorgung hin zur gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Leben der Gesellschaft. Dieser Paradigmenwechsel spiegelt sich auch im Landesgleichstellungsgesetz wider.

Entscheidend für die uneingeschränkte Teilhabe behinderter Menschen am täglichen Leben ist die Verbesserung der Mobilität. Die Staatsregierung wird deshalb die Förderung eines barrierefreien öffentlichen Personennahverkehrs verstärkt fortführen. Außerdem soll die barrierefreie Erreichbarkeit und Nutzbarkeit von öffentlichen Gebäuden verbessert und auch im privaten Wohnungsbau verstärkt auf barrierefreies Bauen geachtet werden. Eine barrierefreie Umwelt ermöglicht nicht nur Menschen mit Behinderung ein Leben in Teilhabe, sondern allen Bürgerinnen und Bürgern. Insbesondere bringt Barrierefreiheit älteren Menschen und jungen Müttern oder Vätern mit kleinen Kindern ebenso wie den zeitweise durch Unfall oder Krankheit in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkten Menschen sehr oft eine deutliche Erleichterung im Alltag.

Zur Verbesserung der Kommunikation von Menschen mit Sinnesbehinderungen soll die deutsche Gebärdensprache im Umgang mit den bayerischen Behörden anerkannt werden. Außerdem sollen behinderte Menschen einen Anspruch auf Kostenerstattung bei Hinzuziehung eines Gebärdensprachdolmetschers im Verwaltungsverfahren erhalten. Internetauftritte der öffentlichen Hand werden künftig barrierefreigestaltet. Bei Landtagswahlen wird blinden Menschen die Möglichkeit eröffnet, mittels einer Stimmzettelschablone abzustimmen.

In Zukunft werden alle Bezirke, Landkreise und kreisfreien Gemeindenverpflichtet, Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungzu bestellen. Dadurch soll nicht nur eine verstärkte Einbindung der Betroffenen erreicht, sondern auch eine Instanz zur Wahrnehmung behindertenspezifischer Interessen geschaffen werden. Ergänzt wird diese Regelung durch ein Benachteiligungsverbot für Menschen mit Behinderung durch die Träger öffentlicher Gewalt in Bayern.

Sozialministerin Stewens: "Mit dem Inkrafttreten des Bayerischen Landesgleichstellungsgesetzes sind die gesetzlichen Rahmenbedingungenabgesteckt. Darüber hinaus brauchen wir jedoch die Unterstützung jedes einzelnen, um die Gleichstellung behinderter Menschen im Alltag mit Leben zu erfüllen und so allen Bürgern - mit und ohne Behinderung -eine echte gemeinsame Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen."

--> Bayerisches Gesetz zur Gleichstellung, Integration und Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Arbeitszeitverlängerung für Schwerbehinderte

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Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Prinzregentenufer 45, 

Gebäude KR, Raum KR.108