Journalismus und Kommunikation

Chatbots im Journalismus und in der Unternehmenskommunikation

Chatbots und Voice-Assist-Systeme wie Amazons Alexa finden im Journalismus und in der Unternehmenskommunikation immer häufiger Anwendung. Bislang gibt es aber noch kaum gültige Regeln für einen gelungenen Chatbot und wenige Erkenntnisse, in welchen Anwendungsfällen Chatbots nützlich sind und vom User akzeptiert und genutzt werden. An der TH Nürnberg wurde daher erforscht, wie ein optimaler Dialogbaum für einen Chatbot aussieht, wie dieser einen spezifischen Charakter erhält und welche weiteren Erfolgsfaktoren es für automatisierte Kommunikation gibt.

Das Buch „Journalistische Praxis: Chatbots. Automatisierte Kommunikation im Journalismus und in der Public Relation“ von Prof. Markus Kaiser, Aline-Florence Buttkereit und Johanna Hagenauer ist im Rahmen eines Lehrforschungsprojekts im Studiengang Technikjournalismus/Technik-PR im Jahr 2019 entstanden.

ISBN: 978-3-658-25494-0

Digitale Transformation und neue Geschäftsmodelle

Die Nutzungsgewohnheiten von Medien haben sich geändert. Während die Zahl der Tageszeitungs-Abonnements kontinuierlich rückläufig ist, freuen sich die Zeitungsverlage trotzdem über so viele Leser wie nie zuvor: Print und online zusammengerechnet. Dies erfordert ein Umdenken in Medienhäusern: Traditionelle Geschäftsmodelle funktionieren in der digitalen Medienwelt nicht mehr. Vor allem für journalistische Angebote ist es immer noch schwierig, sich im Internet zu refinanzieren. Neue Ideen müssen entwickelt und ausprobiert werden. Im journalistischen Bereich gibt es neue Erzählformen wie Multimediales Storytelling, Newsgames, Datenjournalismus oder Virtual Reality. Aber wie entsteht daraus ein Geschäftsmodell? Dieser Frage und verschiedenen neuen Geschäftsmodellen sind verschiedene Autoren unter der Herausgeberschaft von Prof. Markus Kaiser im Jahr 2017 nachgegangen, der sich an der TH Nürnberg mit den Themen digitale Medien, Change Management und Eventmanagement befasst.

Das Buch „Transforming Media. Neue Geschäftsmodelle in der digitalen Welt“ von Prof. Markus Kaiser und Stefan Sutor als kostenfreie PDF, finden Sie hier.

Vorlaufforschung 2014

Lichtwellenleiter mit mechanisch eingebrachten Mikrostrukturen (LIMMS)

Lichtwellenleiter werden zum Transport von Licht verwendet und haben üblicherweise die Form dünner Fasern, können aber auch als Scheiben aus transparentem Material aufgebaut sein. Für Anwendungen in den Bereichen Beleuchtungstechnik, Sensorik und Datenübertragung wird immer wieder eine seitliche Ein- und Auskopplung von Licht aus dem Lichtleiter benötigt. Das Ziel des Projektes ist die Erarbeitung von Grundlagen für ein vertieftes Verständnis der Funktionsweise seitlich abstrahlender und empfangender Lichtleiter. Innerhalb des Projektes werden zwei Zielrichtungen näher untersucht: Das ist zum einen die Mikrostrukturierung von Polymeroptischen Fasern (POF) für optische Drehübertragung mit kleinem bis mittleren freien Innendurchmesser und zum andern die Strukturierung flacher Leuchten mit Mehrfachfunktion. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen anschließend als Basis für Folgeprojekte dienen.

 

Der vollständige Bericht steht hier als Download bereit:

efi_pof-ac_Hartl_Poisel_Bachmann_Bericht_Vorlaufforschung_2014_Lichtwellenleiter.pdf

Powered over POF Sensors

Jeder elektronische Sensor in einer automatisierten Umgebung benötigt eine Stromversorgung und eine Kommunikationsverbindung, um seine Daten an einen Leitrechner weiter zu geben. Diese triviale Eigenschaft bereitet genau dann Probleme, wenn der Sensor Daten in einer anderen physikalischen Umgebung als die des Steuerrechners erfassen soll. Z.B. in der Nähe von starken Elektromotoren, Stromleitungen und an allen Stellen, die durch Blitz gefährdet sind. Windkrafträder sind nur ein Beispiel hierfür. Auch in explosionsgefährdeter Atmosphäre sind elektronische Sensoren wegen des möglichen Funkenschlags nur mit großem Aufwand einsetzbar oder ganz verboten.

 

Die Idee zur Lösung dieses Problems basiert auf dem Einsatz einer Polymer Optischen Faser (POF), über die in Form von Licht sowohl die Energie zur Versorgung des Sensors bereitgestellt wird, als auch die Kommunikation erfolgt. Dazu werden zwei Komponenten benötigt: Die optische Energieübertragung und ein Energy Harvester für die zu versorgende Low Power Elektronik, da die ankommende Energiemenge sehr niedrig ist.

 

Das Ziel ist es, elektronische Sensoren in einem vollständig gekapselten Gehäuse unterbringen, in das nur eine POF und keine stromführende Kupferleitung führt.

Bisherige Lösungen basieren auf der Kombination eines Lasers in Verbindung mit einer Glasfaser. Doch diese Lösung ist nicht nur sehr teuer, sondern auch schwierig in der Montage. Um Größenordnungen billiger und einfach zu montieren wäre eine Kombination aus LED und POF. Die erreichten Ergebnisse zeigen, dass es prinzipiell möglich ist, die Kombination Glasfaser und Laser durch LED und POF zu ersetzen. Für den industriellen Einsatz ist der vorliegende Aufbau jedoch nicht geeignet. 90% des Lichts sind als Verlust zu beklagen, nur 10% werden wirklich eingekoppelt. Dieses Verhältnis ist umzukehren. Deshalb soll in einem weiteren Projekt eine THeigene LED entwickelt werden, die so klein ist und das Licht so fokussiert, dass sie in eine 1 mm POF 90% des Lichts eingekoppelt.

 

Der vollständige Bericht steht hier als Download bereit:

efi_Urbanek_Bericht_Vorlaufforschung_2014_POFSensors.pdf