Während sozialpädagogische Konzepte häufig die die Notwendigkeit freiwilliger
Inanspruchnahme von Hilfen betonen, arbeiten Sozialpädagog(inn)en
in der Praxis oft mit Menschen, die wenig Interesse an ihren Hilfeangeboten
zeigen, über ein geringes Problembewusstsein verfügen und wenig motiviert
sind, sich zu verändern. In verschiedenen Arbeitsfeldern hat die Soziale
Arbeit explizit den (öffentlichen) Auftrag, Gefahr oder Schaden für ihre Klientel
selbst oder für andere abzuwenden. Dieser Auftrag ist häufig nicht unter
Rahmenbedingungen von Freiwilligkeit für die Klientel leistbar. Eine Vielzahl
von Beratungssituationen vollzieht sich daher in Kontexten, in denen Sozialpädagog(
inn)en aufgrund ihres beruflichen Auftrags sowohl Hilfe anbieten
wie auch Kontrolle ausüben. Dieser berufliche Spagat bringt für den Umgang
mit den dann häufig kaum motivierten Klient(inn)en eine Reihe spezifischer
Schwierigkeiten mit sich, die im Rahmen des Seminars vorgestellt und durch
theoretischen Impulse, praxisnahe Übungen sowie anhand eigener beruflicher
Erfahrungen bearbeitet werden.

TerminDienstag, 26. März 2019, 9.00–17.00 Uhr
AnmeldeschlussDienstag, 26. Februar 2019

Technische Hochschule Nürnberg
Fakultät Sozialwissenschaften
Bahnhofstraße 87
90402 Nürnberg

  • Institutionelle und berufliche Rahmenbedingungen von Zwangskontexten und deren Auswirkungen
  • Verhalten von Klient(inn)en in Zwangskontexten
  • Reaktionen und besondere Belastungen von Fachkräften in Zwangskontexten
  • Umgang mit Klient(inn)en in Zwangskontexten
  • Professionelle Anforderungen an Unterstützung durch Zwang
  • Erweiterung der methodischen Handlungskompetenz in Zwangskontexten

Die Teilnahmegebühr beträgt 140,00 €

Vivienne Talarczyk
Telefon: 0911 5880-2551
E-Mail: sw-fortbildungatth-nuernbergPunktde