Die Forschung über die Erklärungen warum Menschen Abstand zu kriminellen
Karrieren bekommen hat immer stärkeren Einfluss auf die deutschsprachige
Kriminologie und Straffälligenhilfe. Dieser Trend wird sich vermutlich fortsetzen,
sodass die Soziale Arbeit in entsprechenden Arbeitsfeldern damit konfrontiert
sein wird. Die Desistance-Forschung stellt eine große Chance für die Soziale
Arbeit dar, zumal sie in Ihrer subjektorientierten Grundhaltung einem professionellen
Selbstverständnis der Sozialen Arbeit entspricht, was die Möglichkeit
einer wissenschaftlich-kriminologischen Fundierung unserer Arbeit bietet.


In diesem Seminar sollen zunächst zentrale empirische Erkenntnisse und
daraus gewonnene Theorien vermittelt werden. Auch wird der Frage nachgegangen
was unter Desistance überhaupt verstanden werden kann und
was Desistance für unsere Adressat*innen konkret bedeutet. Anhand eines
Falles wird diskutiert, wie die Erkenntnisse der Desistance-Forschung zur
Falldeutung beitragen können und wo die Grenzen dieser Forschungsrichtung
liegen. Das Seminar wird mit einem kurzen Exkurs zum „Good-Lives-
Model“ enden, das ein konkretes, ressourcenorientiertes Handlungsmodell
auf Grundlage der Desistance-Forschung darstellt. Das Seminar wird online
über Zoom stattfinden und umfasst Vorträge, Diskussionen, Fall- und Gruppenarbeit,
sowie eine Filmbesprechung.

TerminFreitag, 12. März 2021, 9:00 – 17:00 Uhr
AnmeldeschlussFreitag, 12. Februar 2021

Technische Hochschule Nürnberg
Fakultät Sozialwissenschaften
Bahnhofstraße 87
90402 Nürnberg

  • Desistance-Theorien
  • Arten von Desistance
  • Falldeutung
  • Good-Lives-Model

Die Teilnahmegebühr beträgt 140,00 €

Vivienne Talarczyk
Telefon: 0911 5880-2551
E-Mail: sw-fortbildungatth-nuernbergPunktde