Auswirkungen von direkten persönlichen Hilfen innerhalb der ordnungsrechtlichen Unterbringung

Dieses explorativ und qualitativ angelegte Forschungsprojekt untersucht die Einflüsse und Veränderungen von Modellprojekten zur Vermeidung und Überwindung von Wohnungslosigkeit, sowie der strukturellen Verbesserung der Hilfen für Menschen in Wohnungsnot auf das Hilfesystem vor Ort bzw. das lokale „Netz der Akteure“. Die Modellprojekte wurden im Rahmen des Aktionsplans ‚Hilfe bei Obdachlosigkeit‘ des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS) gefördert. Ausgangspunkt des Förderprogramms und des hier angelegten Forschungsprojekts stellt die in Kritik stehende ordnungsbehördliche Unterbringung obdachlos gewordener Menschen dar. Die Unterbringung ist in vielen Fällen nicht menschenwürdig und es fehlt ein direkter Zugang zu sozialen Hilfen. Dies verursacht eine weitere soziale Exklusion in verschiedenen Lebenslagenbereichen und führt zu einer Verfestigung der Armutslage und Wohnungsnot.

Projektlaufzeit: 01.11.2022–31.10.2023

Prof. Dr. Frank Sowa (Projektleitung)

Dr. Nora Sellner (Projektleitung)

Dr. Anna Tissot

Anhand einer inhaltsanalytischen Analyse von leitfadengestützten Expert:inneninterviews inklusive Netzwerkkarten, werden die Veränderungen im Hilfesystem erforscht und visualisiert.

Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS) / Regierung von Mittelfranken