Grafische Darstellung eines Netzwerks
© Frank Boston / Fotolia

 

Vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Veränderungen wie dem demografischen Wandel und der Frage nach Potenzialen gesellschaftlichen Zusammenhalts (Kohäsion) angesichts wachsender soziodemografischer, ökonomischer und politischer Spaltungstendenzen gewinnt „Nachbarschaft“ zunehmend an Bedeutung. Dies gilt sowohl für politische Akteure, als auch für die Bewohner städtischer und ländlicher Quartiere selbst. Digitale Nachbarschaftsplattformen in unterschiedlicher Trägerschaft treten hier als neue Akteure im Welfare Mix auf. Die Pilotstudie untersucht, welche Art von digital gestützten Nachbarschaftshilfen es bislang regional, national und international gibt, wie deren Struktur und Portfolio ist, analysiert zentrale Indikatoren wie Datenschutz und Trägerstruktur und erhebt den Forschungsstand zum Nutzerverhalten. Damit können erste Aussagen zum möglichen Beitrag derartiger Plattformen zu gesellschaftlicher Kohäsion, aber auch zu den daraus resultierenden Risiken gemacht werden.  

Laufzeit: 01.01.2019 bis 31.12.2019

Projektleitung

  • Prof. Dr. Sabine Fromm
  • Prof. Dr. Doris Rosenkranz

Projekmitarbeiterin

  • Désirée Patrik M.A.

 

 

Im Einzelnen untersucht das Projekt diese Fragestellungen:

  • Indikatorengestützte Entwicklung einer Typologie von digitalen Nachbarschaftplattformen
  • Abschätzung ihrer möglichen Beiträge zu sozialer Kohäsion sowie ihrer sozialen, datenschutzrechtlichen und ökonomischen Grenzen
  • Multiplikation der Ergebnisse und Vorbereitung eines oder mehrerer Anschlussprojekte

 

 


Die Pilotstudie wird vom Bayerischen Wissenschaftsministerium im Rahmen der Vorlaufforschung an der TH Nürnberg gefördert.

 

Forschungsdesign

In einem Mixed Methods-Ansatz werden qualitative und quantitative Forschungsmethoden kombiniert:

  1. Desk Research und inhaltsanalytische Auswertung zu Angebots-, Träger- und Finanzierungsstruktur von digitalen Nachbarschaftsplattformen
  2. Systematischer Review des Forschungsstands zu Nutzerstruktur und –verhalten
  3. Leitfadengestützte Interviews mit Expert/innen zu Fragen des Datenschutzes, kommunaler Planung, technischer Umsetzung