Die Forschungsthemen des Lehrbereichs umfassen den zeitgemäßen und angemessenen Umgang mit unserem baulichen Erbe, die ressourcenschonende und von der Bevölkerung akzeptierte räumliche Entwicklung in Übergangsbereichen zwischen Stadt und Land, sowie der Wandel der Beziehungen zwischen Gesellschaft und Stadt auf der Ebene der Typologie.

Dadurch gilt es, die konstituierenden Komponenten dieser baulich-räumlichen und gesellschaftlich bedingten Situationen analytisch zu ermitteln, um relevante Fragen stellen zu können. Dazu gehören: Welchen Zweck erfüllt unser bauliches Erbe heute in Zusammenhang mit der jüngeren Geschichte? Wie gestalten sich Handlungsfelder der baulichen Ortsentwicklung angesichts des demografischen Wandels und begrenzter Ressourcen? Wie können aktuelle Herausforderungen der Architektur und des Städtebaus typologisch gemeistert werden?

Diese Forschungstätigkeit baut auf der wissenschaftlichen Qualifikation der Mitarbeiter des Lehrbereichs auf und trägt auf methodologischer Ebene zur Lehre bei. Erkenntnisse werden durch Recherche, Dokumentation und Modellbau gewonnen und dargestellt. Exemplarisch werden Themen im Entwurf behandelt. Quantitative Grundlagenermittlungen werden durch Vergleiche ergänzt. Durch kritische Analysen und Interpretationen kann eine eigene Haltung entstehen.

Die Ergebnisse der abgeschlossenen Forschungsarbeiten weisen auf die besondere Verantwortung der Städte und Ihrer Bürger im Umgang mit ihrer gebauten Umwelt hin, die Potentiale öffentlicher Präsenz und interkommunaler Kommunikation für die räumliche Planung und Gestaltung sowie die Anpassungsfähigkeit vernakulärer Architekturen.

Vermittelt werden die Ergebnisse der Forschungsprojekte in Ausstellungen, interdisziplinären Workshops und Bürgerforen. Finanzielle Mittel zur Durchführung der Forschungsprojekte werden durch Förderungen und Zuschüsse erworben.

Architekturführer Nürnberg 

... Dieser Architekturführer ist eine umfassende Dokumentation der vielschichtigen Architektur Nürnbergs. In zehn Rundgängen, die vom Zentrum bis zur Peripherie führen, werden insgesamt 245 Bauten aus rund 800 Jahren Stadtgeschichte vorgestellt. Ergänzt wird diese Darstellung durch neun Essays, die die Hintergründe der baulichen Entwicklungen in dieser bedeutsamen deutschen Stadt beleuchten.

Enstanden ist der „Architekturführer Nürnberg“ in Zusammenarbeit mit Studierenden der Fakultäten Architektur und Design, die sich mit diesem abwechslungsreichen Praxisprojekt intensiv mit der vielschichtigen Architektur ihrer Hoch- schulstadt auseinandergesetzt haben. Entstanden ist nach drei Jahren intensiver Recherche und Bearbeitung ein zeitgenössisches Nachschlagewerk, das in der Architektur-Reihe des renommierten Verlags DOM publisher erschienen ist. mehr >

 

 

B4.0 - Die Motivation des Forschungsprojektes ist es, Raumforschung für das ländliche Gebiet der Metropolregion Nürnberg zu betreiben, um durch eine zukunftsfähige Entwicklung des Raums Handlungsspielräume aufzuweisen, bei denen die Raumnutzung nicht zu einem Verlust der Raumqualitäten führt. Daher ist das Ziel der Forschung, Richtlinien und Strategievorschläge für die zukünftige ressourcenschonende und akzeptierte Entwicklung der Landstädte an dem Fallbeispiel Bubenreuth zu entwickeln, um aus konstituierenden Rahmenbedingungen den ländlichen Raum zu emanzipieren und vorhandenen strukturschwachen Raum der Metropolregion Nürnberg für die anstehende „Energiewende“ zu qualifizieren.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Florian Bader M.A.
Kooperationspartner: Ulrike Krämer, Fak. Sozialwissenschaften
Prof. Arno Dentel, Institut für Energie und Gebäude
Prof. Dr. Harald Kipke,Fak. Bauingenieurwesen, TH Nürnberg
Prof. Dr. Tobias Chilla, Institut für Geografie, FAU Erlangen