OHM-Krabbler

Entwicklung eines neuartigen Spinnenroboters mit hydraulischen Aktuatorbeinen nach biologischem Vorbild und intuitiver Roboterbedienung - OHM-Krabbler

Der durch Spinnen inspirierte Laufroboter "Ohm-Krabbler" soll sechs bis acht Beine besitzen und in der Lage sein, Messgeräte, Kameras oder auch Versorgungselemente in gefährlichen Umgebungen auf unebenem Gelände zu transportieren, das mit heute bekannten Ketten- und Radfahrzeugen nicht mehr zugänglich ist. 

Im Vergleich zu bisherigen Entwicklungen in diesem Bereich bietet der "Ohm-Krabbler" zwei neuartige Konzepte:

Das erste beispiellose Konzept stellt das Roboterbein dar. Bisherige Roboter sind in der Regel mit elektrisch angetriebenen Beinen ausgestattet (Ausnahme: ein pneumatisch angetriebenes System). Die Spinne pumpt dagegen Flüssigkeit in die Beine, was einen Druckaufbau zur Folge hat, damit sich das Exoskelett der Spinne bewegen kann. Die Beine des Ohm-Krabblers werden deshalb als bionische Komponente mit einem hydraulischen Antriebssystem konstruiert. Dabei müssen auch die sich ergebenden physikalischen Randbedingungen untersucht werden.

Auf diese Weise sollte der Energieverbrauch des Ohm-Krabblers geringer sein als der Energieverbrauch vergleichbarer Laufroboter mit elektrischen Antrieben, zudem können aus den entwickelten hydraulischen Baugruppen weitere energieffiziente Aktuatoren, wie Robotergreifarme, Stellglieder, Positioniergeräte oder ähnliches abgeleitet werden.

Das zweite neue Konzept ist eine besonders einfach Bedien- und Programmierschnittstelle im Anwendungsfall. Diese Kommunikationsschnittstelle wird es ermöglichen, dass nicht technisch ausgebildete Einsatzkräfte im Katastrophenfall den Ohm-Krabbler so "programmieren" können, dass er optimal eingesetzt werden kann.

Aufgabe des Ohm-Krabblers in einem solchen Einsatzfall kann, z.B. die Erstellung von aktuellen Karten des Katastrophengebiets oder die Gefahrstoffanalyse an einer Katastrophenquelle sein, an die sich der Mensch noch nicht annähern kann. Damit bietet der Ohm-Krabbler einen Beitrag zum Technischen Umweltschutz, da mit seinem Einsatz frühzeitig im Katastrophenfall Gegenmaßnahmen gegen eine Umweltkatstrophe ergriffen werden können.