Das Forschungsvorhaben „Future Engineering“ ist eine Zusammenarbeit der Technischen Hochschule Nürnberg (THN) und der Fraunhofer Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (SCS). Die Forschungsgruppe „Future Engineering“ ist ein Kompetenzzentrum der THN und der SCS für die Erforschung und Entwicklung des Future Engineerings, d. h. der datenbasierten Antizipation unternehmensspezifischer Zukunftsbilder. Je nach Szenario werden Experten der jeweiligen internen Institute in bestimmte Projektvorhaben eingebunden und ggf. um externe Experten aus Unternehmen und Organisationen erweitert. Hierdurch wird ein flexibler, interaktiver und know-how-orientierter Raum geschaffen, in dem komplexe und umfangreiche Problematiken gelöst werden. Im Zuge dieser Kooperation werden bisher getrennt laufende, komplementäre, strategische Entwicklungslinien zusammengeführt und systematisch weiterentwickelt. Durch die direkte Anwendung an realen Beispielen, wird die Relevanz bestimmter Entwicklungslinien getestet und je nach Bedarf angepasst. Dazu erforscht und entwickelt die Forschungsgruppe kontinuierlich folgende Bereichen:

  • Semantiken, die implizites Wissen aus den Domänen komplexer Anwendungsbereiche, grundlegender IoT-Technologien und der Situation des Unternehmens bzw. dessen Ökosystems verknüpfen.
  • Verfahren, die es gemeinsam mit Unternehmen ermöglichen, für die Strategieplanung wichtige Zukunftsannahmen abzuleiten und über die Bestimmung geeigneter Indikatoren- und Deskriptorenbündel dynamisch zu validieren.
  • Technologien zur automatisierten Erhebung, Voranalyse und Vorselektion verfügbaren Wissens (z.B. Datenbanken oder Internet), die dem Future Engineering eine breite, objektiv nachvollziehbare, empirische Datenbasis zur Verfügung stellen.

Das Ziel ist es, die Bereiche so miteinander zu verknüpfen, dass das Endergebnis einen vielseitig beleuchteten Ansatz zur Problemreduktion bzw. Trenderkennung darstellt. Durch die beständige Erweiterung der Daten- und Methodenbasis erzeugen die Kooperationspartner einen langfristigen Mehrwert für die Industrie.

Die Graphik stellt den Ablauf eines Forschungsprojektes dar. Die zu untersuchenden Thematiken werden aus einer Anwender-, Technologie- und Unternehmensperspektive beleuchtet. Hierzu werden die genannten Kooperationspartner eingesetzt. Dieser Vorgang erlaubt eine differenzierte Betrachtung der Tatsachen und ermöglicht das Erkennen unterschiedlicher Entwicklungen und Fakten. Die Grundlage jedes Schrittes ist die theoretische Kenntnis von Datenanalysetools und Big Data Nutzung im Allgemeinen. Gemeinsam mit der praktischen Umsetzung innerhalb der Forschungsgruppe, wobei die Tools mit den korrekt verknüpften Daten automatisiert und strukturiert angewandt werden, ist es möglich einen theoretischen Ausblick in die Zukunft zu ermöglichen.