Bestimmte Situationen in der Lehre treten immer wieder auf und sind für viele Lehrende von Relevanz. Eine nach und nach wachsende Sammlung an Beispielen aus der Lehrpraxis kann Ihnen Ideen für Ihre Lehre bieten.

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    Didaktische Konzepte in der Anwendung

     

    Entscheidungsprozesse und ihre Ergebnisse

     

    Exemplarische Einblicke über Praxisberichte

     

     

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    Studentische Fachbeiträge
    • Bauer, S.; Reznik, K; Seizinger, K. (2018). CNN-basierte Verkehrszeichenklassifikation in Kombination mit dem GTSRB-Datensatz unter Anwendung von Data-Augmentation-Techniken. Paper bei der Konferenz IEEE Students and Young Professionals, Juli 2018, Porto, Portugal.

    Die beschriebenen Lehrprojekte werden bzw. wurden gefördert mit Mitteln:

    • des Programms "Gute Ideen für die Lehre" (finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01PL16024, Projekt QuL),
    • des Programms "Lehrforschung - forschendes Lernen" (finanziert vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst)

    sowie

    • des Projekts "HD MINT - Hochschuldidaktik für die MINT-Fächer" (finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01PL12023G, 2012-2016)

    Mehr zu den Programmen: www.th-nuernberg.de/gutelehre

    Im Folgenden finden Sie die Detailinformationen zu den oben aufgelisteten Themen:

    Regelmäßige Rückmeldung zum Kenntnisstand

    Häufig bauen komplexe Inhalte in Vorlesungen aufeinander auf.

    Wer frühzeitig den Anschluss verliert oder falsche Vorstellungen entwickelt, ohne das explizit zu bemerken, hat es schwer, dem weiteren Verlauf zu folgen.

    Für die Lehrperson ist nicht ersichtlich, wieviele Studierende noch den Inhalt erfassen und neues Wissen korrekt verarbeiten können.

    Lösung: Verständnisfragen über Abstimmungssysteme stellen

    Jede thematische Einheit wird in der Vorlesung vorgestellt, und in den Übungen werden Aufgaben dazu gelöst. Im Anschluss daran wird das Thema abgeschlossen, indem ca. 5 verständnisorientierte Fragen nach dem Schema der Peer Instruction nach Mazur gestellt werden. Die Abstimmungsergebnisse werden projiziert, so dass der individuelle Kenntnisstand mit der Gruppe abgeglichen werden kann und sowohl Lehrperson als auch Studierende einen Überblick erhalten.

    Das weitere Vorgehen, also ob Fragen diskutiert, Themen wiederholt oder vertieft werden, oder ob das  nächste Thema begonnen wird, richtet sich nach diesen Abstimmungsergebnissen. Die Peer-Instruction-Fragen werden also als Feedback-Instrument in Blöcken von je 4-6 Fragen eingesetzt, wenn ein Kapitel abgeschlossen und auch in der Übung behandelt wurde.

    Kontakt: Prof. Dr. Alexander Kröner, Fakultät IN, Alexander.kroener@th-nuernberg.de

    Fazit: Der Einsatz der Methode erfordert ein präzises Herausarbeiten der zu vermittelnden Kompetenzen, was durchaus auch dem Dozenten nutzen kann.

    Die Ermittlung schnell aufzunehmender, unmissverständlicher Aufgabenstellungen ist fachlich und didaktisch fordernd. Sie erfordert unter Umständen mehrere Durchläufe, da die Reaktion der Studierenden auf eine Aufgabenstellung nur bedingt vorherzusehen ist - insbesondere bei vom Dozenten als leicht angesehene Aufgaben war die Rückmeldung mitunter überraschend.

    Bei der Planung einer Sitzung sollte man berücksichtigen, dass die fachliche Herausforderung in Verbindung mit sozialer Interaktion Studierende durchaus anstrengt. Positiv anzumerken ist die große Intensität, mit der die Studierenden die Aufgaben bearbeiten und diskutieren.


    Publikation: Kröner, A.; Meissner, B. (2015). Weg vom Fehlkonzept - Umgang mit unerwarteten Ergebnissen einer Peer Instruction. In: Zentrum für Hochschuldidaktik – DiZ (Hrsg.). Tagungsband zum 2. HDMINT Symposium 2015, Online-Version S. 42-47. [letzter Zugriff: 15.03.2016]

    Geeignet für:

    • Grundlagenvorlesungen
    • „Schwere“ Vorlesungen
    • Vorlesungen, bei denen Themen aufeinander aufbauen

    Methoden:

    Equipment:

    • Hardware: Clicker, Funkempfänger mit USB-Anschluss
    • Software: Turning Point, Power Point

    Grundlagen in eigener Geschwindigkeit lernen

    Vielfältige Zugangsmöglichkeiten zum Studium resultieren in großen Gruppen mit heterogenen Vorkenntnissen.

    Es ist schwer, ein angemessenes Gleichgewicht zwischen „fördern und fordern“ zu finden, ohne zu langweilen bzw. zu überfordern.

    Lösung: Strukturen für individuelle Lernpfade

    Die Studierenden erhalten verschiedene Möglichkeiten, die Vorlesungsinhalte zu mitzuverfolgen:

    1. Eine Vorlesung mit...
    ... Vortragsfolien(1), die interaktiv beschriftet werden
    ... einem Skript(2) mit Bereichen für eine strukturierte Mitschrift und konkreten Verweisen auf ein Lehrbuch(3)
    ... regelmäßigen, anonymen Rückmeldungen zum Verständnis(4)
    ... Übungsaufgaben(5) als Muster, Zwischenfeedback oder für Gruppenarbeiten
    2. Materialien für selbstegsteuertes, individuelles Lernen:
    -    ein Lehrbuch(3),
    -    Selbsttest-Aufgaben(6)
    -    Lehrvideos (7)
    Sowohl in als auch begleitend zur Vorlesung können sich die Studierenden also individuell orientieren.

    Kontakt: Prof. Dr. Rüdiger Hornfeck, Fakultät MB/VS, ruediger.hornfeckatth-nuernbergPunktde

    Veranstaltung: In der Vorlesung Maschinenelemente werden verschiedene Maschinenelemente mit ihren Besonderheiten vorgestellt und berechnet.

    Wer mehr Zeit braucht, nutzt das Lehrbuch(3) und die Videos(7) zu wichtigen Berechnungsverfahren. Wem schreiben beim Lernen hilft, greift auf das strukturierte Skript(2) zurück. Wer eine Rückmeldung zum eigenen Kenntnisstand will, löst die Selbsttest-Aufgaben(6) und beteiligt sich an den Rückfragen zum Verständnis(4) in der Vorlesung.

    Fazit

    Die Lückenskripte sowie die verteilten Übungsaufgaben werden von allen Studierenden angenommen.

    Mittels PINGO konnten die Studierenden mehrmals während der Vorlesung zurückmelden, ob sie den Inhalten noch folgen können. Diese Rückfragen haben am Anfang auch gut geklappt, es leierte sich aber zum Ende des Semesters aus.

    Als Leitfaden für die Vorlesung und auch als eine erlaubte Unterlage für die Prüfung dient das Lehrbuch. Dieses gibt es auch als kostenloses E-Book, das allerdings kaum genutzt wird: In der Prüfung sind keine elektronischen Geräte erlaubt, weshalb die meisten sich das Buch kaufen.
    Das Buch wird ca. alle zwei Jahre neu aufgelegt. Ich habe in meinen Unterlagen Hinweise auf das Lehrbuch. Das bedeutet, ich habe einen erheblichen Aktualisierungsaufwand.

    Diejenigen, die sich die Videos angeschaut und die Selbsttests gemacht haben, haben zurückgemeldet, dass diese Form sehr hilfreich ist.

    Ich denke die Vielfalt der verschiedenen Lehrinhalte spricht die verschiedenen Charaktere an und unter dem Strich kommen doch bessere (Prüfungs-)Ergebnisse heraus. Grundsätzlich ist die Zurverfügungstellung einer Vielzahl an verschiedenen Lehrunterlagen ein riesiger Aufwand. Hinzu kommt noch die Beherrschung von Moodle.

    Geeignet für: 

    • Erstsemesterveranstaltungen
    • Grundlagenvorlesungen
    • Vorlesungen, die von Studierenden verschiedener Fachrichtungen besucht werden

    Methoden:

    • Individuelle Lernpfade
    • Selbstgesteuertes Lernen

    Equipment:

    • (1)Vortragsfolien: Powerpoint
    • (2)Skript, (5)Übungsaufgaben: Bereitstellung als pdf-Dateien
    • (3)Lehrbuch: Angebot der Bibliothek, wenn möglich mit E-Book-Lizenz
    • (4)Anonyme Fragen an das Plenum: Abstimmungsplattform PINGO
    • (6)Selbsttest: Moodle-Aktivität „Test“
    • (7)Lehrvideos: z.B. Office Mix (mind. Powerpoint 2013 SP1), ggf. Einbindung weiterer Programme, z.B. CAD-Darstellungen

    Strategisches Lösen von Fallstudien

    Der Umgang mit komplexen Softwaresystemen kann nicht theoretisch erlernt werden. Praxisbezüge sowie aktives und zunehmend selbständiges Arbeiten sind für einen nachhaltigen Erwerb fachlicher „Employability-Skills“ entscheidend.

    Lösung: Fallstudien mit schrittweise reduzierter Betreuung

    1. Hintergrundwissen und -fähigkeiten (Fakten- und Methodenwissen)

    • Die Studierenden hören eine Vorlesung zu theoretischen Grundlagen.
    • Sie erhalten Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Programme und „Handwerkszeug“.
    • Sie lösen kleinere Aufgaben, um den Umgang damit zu üben.

    2. Arbeit mit einer Fallstudie (Handlungskompetenz: auswählen, anwenden, zusammenführen, aufbereiten)

    • Die Studierenden wählen in Kleingruppen geeignete Inhalte und Methoden zur Lösung einer größeren Problemstellung oder Fallstudie aus.
    • Sie wenden diese eigenständig zur Lösung im gegebenen Kontext an.
    • Sie bereiten das Ergebnis für eine Präsentation auf.
    • Zur Unterstützung werden jeder Gruppe wöchentlich Zeiten für eine Individualbetreuung durch die Lehrperson zugewiesen

    3. Präsentation des Ergebnisses (Metakognitive Kompetenzen: begründen, bewerten, analysieren, vergleichen)

    • Die Studierenden stellen ihre Lösung vor
    • Sie erläutern, warum sie sich für diese Lösung entschieden haben
    • Sie beschreiben, wie sie zur Erarbeitung der Lösung vorgegangen sind

    Kontakt: Prof. Dr. Rainer Groß, Fakultät IN, rainer.gross@th-neurnberg.de

    Veranstaltung: In der Veranstaltung Customer Relationship Management für das 6./7. Semester stellt sich die beschriebene Lösung folgendermaßen dar:

    1. Die Studierenden erfahren betriebswirtschaftlichen Hintergrund zu einem Teilprozess des Customer Relationship Managements (CRM) und werden dann im Umgang mit dem entsprechenden Modul einer IT-Standardsoftware angeleitet, um den Teilprozess mit der Software abzubilden.

    2. Sie setzen betriebswirtschaftliche Fragestellungen des CRM in Gruppen sinnhaft mit IT-Standardsoftware um. Sie erarbeiten einen Prototyp mit der IT-Standardsoftware, der zum Beispiel die Kommunikationskanäle des (mobile) CRM und sozialer Medien zeigt.

    3. Sie präsentieren und diskutieren ihren Prototyp im Plenum. Sie zeigen Grenzen der IT-Standardsoftware auf.

    Fazit: Problematisch mit der Arbeit an Echtsystemen ist, dass die Technik immer funktionieren muss. Ist ein System nicht verfügbar, dann ist der Fortschritt in der Veranstaltung in Gefahr.
    Von den Studierenden wurde das praxisnahe Konzept und die Arbeit an Echtsystemen jedoch sehr positiv wahrgenommen. Eine spezifische Evaluation im Sommersemester 2018 soll diesen Eindruck prüfen und präzisieren.

    Geeignet für:

    • Studiengänge, in denen viel mit Software gearbeitet wird
    • Vorbereitung auf Berufsfelder, in denen technische Lösungen entwickelt werden

    Methoden: Das Konzept basiert auf Elementen des/der...

    Equipment:

      • Fallstudien mit Literatur für jede Gruppe
      • Computerraum mit Beamer
      • Softwaresystem
      • Ggf. unterstützende Tools für die Einführung (z.B. PINGO zur Erfassung der Vorkenntnisse)

      Praktikumsvorbereitung mit Demonstrationsvideos

      Szenen aus dem Video „Zustandsgrenzen am bindigen Boden“

      Kontakt: Prof. Dr. Bernd Plaßmann, Fakultät BI, bernd.plassmannatth-nuernbergPunktde

      Kontext des Praktikums:

      Im Rahmen des Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen werden im 2. und 3. Semester mit dem Modul Geotechnik 1 neben ingenieurgeologischen Grundlagen wichtige Zusammenhänge zur Bodenmechanik vermittelt.

      Dabei absolvieren die Studierenden zusätzlich zur Vorlesung das geotechnische Laborpraktikum, um das mechanische Verhalten von Böden anschaulich nachvollziehen zu können. Die Teilnahme am geotechnischen Laborpraktikum muss zum Bestehen des Moduls Geotechnik 1 zusätzlich zur Klausur als Teilnahmenachweis erfolgreich anerkannt sein.


      In dem geotechnischen Laborpraktikum führen die Studierenden an insgesamt 6 Übungsterminen grundlegende bodenmechanische Versuche wie z.B. die Bestimmung der Konsistenzgrenzen von bindigen Böden (siehe Abbildungen) selber bzw. in kleinen Gruppen durch. Das Semester wird dabei aktuell in 8 Gruppen aufgeteilt. Um einen zügigen und reibungslosen Ablauf der Übungstermine zu gewährleisten ist eine Vorbereitung der theoretischen Grundlagen, der Versuchsdurchführung und Auswertung durch die Studierenden im Rahmen des Selbststudiums erforderlich. Grundlagen zu den einzelnen Versuchen werden in der Vorlesung vorgestellt. Details zu den Laborversuchen sind in den Vorlesungsunterlagen dokumentiert. Sämtliche Informationen und Unterlagen inklusive Formblätter zur Versuchsauswertung werden den Studierenden über einen Moodle-Kurs zur Verfügung gestellt. Der Moodle-Kurs wird u.a. auch zur Kommunikation mit den Studierenden verwendet.

       

      Um die Studierenden zur erforderlichen Vorbereitung für die Übungstermine im Selbststudium zu motivieren, wurden verschiedene Varianten mit unterschiedlichem Erfolg getestet.

       

       

      1. Zunächst wurde eine klassische Variante zur Vorbereitung genutzt. Die Studierenden sollten sich anhand der Vorlesungsunterlagen vorbereiten. Die Zusammenhänge wurden dann gemeinsam jeweils zum Anfang der Übungstermine in den einzelnen Gruppen mit Verständnisfragen an die Studierenden durchgesprochen. Hierbei konnten Fragen nur von einzelnen Studierenden beantwortet werden.

      Die überwiegende Anzahl der Gruppenteilnehmer war schlecht vorbereitet. Damit verzögerte sich häufig der Ablauf der Übungstermine und bei den Versuchsauswertungen traten oft Verständnisprobleme auf.

      2. In einem nächsten Schritt wurde die Vorbereitung zu den Übungsterminen jeweils mit einem Multiple-Choice-Test überprüft. Dabei wurden zu jedem Übungstermin ca. 30 Fragen als Multiple-Choice-Test im dem Moodle-Kurs eingerichtet. Damit konnten die Studierenden selber ihre Vorbereitung testen. Zu Beginn jedes Termins wurden jeweils 8 Fragen (von den im Moodle-Kurs vorhandenen Fragen) über einen Papierfragebogen als Multiple-Choice-Test abgefragt und überprüft. Zulässig waren maximal 2 falsche Antworten. Ansonsten mussten sich die Studierenden nochmals vorbereiten und an einem späteren Gruppentermin teilnehmen.

      Dieses war insofern erfolgreich, dass die Studierenden nach kurzer Zeit die Multiple-Choice-Tests erfolgreich bestanden, um an den Übungsterminen teilnehmen zu können. Jedoch zeigten zusätzliche Fragen an die Studierenden, dass teilweise grundlegende Zusammenhänge trotzdem nicht verstanden wurden. Nach gezielter Rückfrage bei Studierenden stellte sich heraus, dass man, ohne die fachlichen Inhalte nachvollziehen zu können, den Multiple-Choice-Test bestehen kann. Bei begrenzter Anzahl möglicher Fragen, hatten die Studierenden teilweise nur die Zuordnung der richtigen Antworten auswendig gelernt.

      Somit wurden die Fragen von vielen Studierenden nicht genutzt, um sich die Zusammenhänge zu den Laborversuchen als Vorbereitung für die Übungstermine als auch für die Klausur kontinuierlich anzueignen.

      Daher wurde diese Variante ebenfalls beendet.

      Gut funktioniert eine andere Variante:

      Die Studierende stellen die Grundlagen zu den Versuchen jeweils zu Beginn der Übungstermine selber als Kurzreferat vor. Dabei werden am Anfang der Übungstermine die Laborgruppen in 3 Teilgruppen eingeteilt und die vorzustellenden Grundlagen werden den Teilgruppen zugeordnet. Die Studierenden haben ca. 10 Minuten Zeit sich innerhalb der Teilgruppen die vorzustellenden Inhalte weiter selber aufzuteilen. Die Kurzreferate erfolgen dann so, dass jeder Teilgruppenteilnehmer etwas vorstellt und Fragen hierzu beantworten muss. Hierbei stellt sich relativ einfach heraus, ob sich die Studierenden grundlegend vorbereitet haben. Die Studierenden, die sich nicht vorbereitet haben, können dann an dem Übungstermin nicht weiter teilnehmen und müssen zu einem späteren Übungstermin nochmals erscheinen. Diese Variante hat sich bisher als zielführend bewährt.

      Jedoch hat sich gezeigt, dass die Vorbereitung anhand der Vorlesungsunterlagen teilweise nicht ausreichend anschaulich ist. Es fehlte teilweise eine genauere Vorstellung zu den Versuchsgerätschaften und zur Versuchsdurchführung.

      Abhilfe konnte hierzu mit Hilfe von Lehrvideos zu den Laborversuchen geschaffen werden:

      Erstellt wurden bzw. werden die Lehrvideos von Studierenden aus höheren Semestern entsprechend dem Grundsatz „von Studierenden – für Studierende“. Damit konnte erzielt werden, dass die Videos ansprechend und verständlich für die Studierenden sind. Zur Verfügung gestellt werden die Videos als Stream über einen Link im Moodle-Kurs.


      Download: Erfahrungswerte beim Erstellen der Videos (PDF)

       

      Fazit: Nach Rückfrage bei den Studierenden werden die Videos gerne und viel genutzt zur anschaulichen Vorbereitung auf die Übungstermine des Laborpraktikums. Ein größerer Vorbereitungserfolg für die Übungstermine konnte auch anhand von Verständnisfragen an die Studierenden festgestellt werden. Bei den Übungsterminen verliert man weniger Zeit, um grundlegende Abläufe wiederholt zu erläutern.

      Nach den bisherigen Erfahrungen sind die Lehrvideos also eine erfolgreiche Ergänzung.

      Projektarbeit im 2. Semester: Online-Redaktion zur Web-Week

      Die Lehrveranstaltung wurde als "Journalistisches Projekt" (2 SWS, Modul "Digitaler Journalismus") im 2. Semester des Studiengangs Technikjournalismus durchgeführt. Es nahmen 45 Studierende mit Quervernetzungen zu anderen Lehrveranstaltungen teil. Die Arbeit erfolgte alleine oder in 2er- bis 3er-Teams. Die Betreuung fand über Redaktionssitzungen, individuelle Gespräche in den Produktionsräumen sowie Online-Betreuung statt, wobei letztere am zeitaufwändigsten war. Die Studierenden bekamen einen Presseausweis und konnten auch die Webseite der Veranstaltung für Publikationen nutzen. Die Arbeit der Studierenden war also vom Veranstalter in die Web Week integriert. Durch die Anwendung der bisher erlernten Grundlagen (z.B. Wahl der passenden Publikationsform, adäquate Gestaltung entsprechend der gewählten Form) konnten die Studierenden ihr Tätigkeitsfeld kennen lernen.

      Aus einer Feedbackrunde mit den Studierenden ging hervor, dass zum Beispiel Aha-Erlebnisse, Aufblühen beim Arbeiten, aber auch ein Bewusstwerden der eigenen Grenzen das Projekt zu einer guten Orientierungsmöglichkeit zu Beginn des Studiums machten.

      Kontakt: Prof. Markus Kaiser, Fakultät AMP, markus.kaiseratth-nuernbergPunktde

      Hintergrund: Mehr zur Methode "Projekt-orientiertes Lernen" finden Sie hier.

       

       

      Aftermovie - Die TH Redaktion zur Web Week 2017: https://www.youtube.com/watch?v=hkDlqL4dm_A&feature=share

      Kanäle mit Beiträgen der Studierenden

      Schreibkompetenz fördern: Bausteine der Fakultät SW

      Die Initiative „Schreibkompetenzen fördern“ an der Fakultät Sozialwissenschaften will alle Studierenden ihrer Fakultät in der Entwicklung von Schreibkompetenzen unterstützen. Sie umfasst mehrere aufeinander abgestimmte Bausteine. Diese tragen den heterogenen Bedarfen der Studierenden Rechnung, und können auch jeweils einzeln genutzt werden.

      Die Initiative wurde 2018 mit dem Preis für herausragende Lehre des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.

      Kontakt:

      Prof. Dr. Carola Gröhlich, Fakultät SW, carola.groehlichatth-nuernbergPunktde

      Prof. Dr. Erika von Rautenfeld, Fakultät SW, erika.vonrautenfeldatth-nuernbergPunktde

      • Pflichtfach "Wissenschaftlich Arbeiten": Den Schreibprozesses durchlaufen
      • Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten als Orientierung im gesamten Studium: Gröhlich, Carola; Heidenreich, Susanne; Rautenfeld, Erika von; Vode, Dzifa (2018): Leitfaden zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten. an der Fakultät Sozialwissenschaften (2., überarb. Aufl.). Nürnberg. Online verfügbar unter https://www.th-nuernberg.de/fileadmin/global/Gelenkte_Doks/Fak/SW/SW_0600_HR_Leitfaden_WA_public.pdf
      • Workshops zu z.B. Argumentieren, Formulieren, Zeitmanagement, ...
      • AWPF "Schreibwerkstatt": Mit Peer-Learning durch die Abschlussarbeit
      • Aktive Einbindung von Angeboten des Schreibzentrums zu Beratung und Weiterbildung: https://www.th-nuernberg.de/schreibzentrum; Anfragen an: Frau Dzifa Vode, dzifa.vodeatth-nuernbergPunktde, -4270
      • Kooperationen nach Bedarf, auch zum Transfer der Bausteine in andere Fakultäten

      Beschreibungen

      Gröhlich, C.; Heidenreich, S.; Vode, D.; von Rautenfeld, E. (2018). Die Initiative „Schreibkompetenzen fördern“ an der Fakultät Sozialwissenschaften der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. In: Franz Waldherr und Claudia Walter (Hrsg.). Forum der Lehre – digitale Akzente setzen. Tagungsband zum Forum der Lehre an der TH Ingolstadt, 16. April 2018. S. 53-57.

      Konstruktionssoftware selbstgesteuert erlernen: Das Konzept der Fakultät MB/VS

      Bisheriger Ansatz:

      Übung im Rechnerraum: Der Dozent klickt 20 Studierenden im Rechnerraum vor, die Studierende klicken nach). Dieser Ansatz konnte sowohl bei der Qualität der Wissensvermittlung als auch beim Deputatsaufwand nicht überzeugen: die Studierenden haben in höheren Semestern große Lücken; für ein „Nebenfach“ wird ein beträchtlicher Anteil der Deputat-Kapazität eingesetzt.

      Neuer Ansatz:

      1 SWS Vorlesung im Hörsaal (ca. 60-80 Studierende) als Doppelstunde alle zwei Wochen, abwechselnd mit 1 SWS Tutorium im Rechnerraum ebenfalls als Doppelstunde alle zwei Wochen

      Zur Unterstützung der Taktung aus Vorlesung und Tutorium wurde ein Selbstlernkurs auf dem E-Learning-Portal aufgebaut, auf dem die zu vermittelnden Inhalte zum größten Teil als Screencasts (3-5 Minuten Dauer) dargestellt sind. Der E-Learning-Kurs dient sowohl zur Vor- als auch zur Nachbereitung der Vorlesung. Der Kurs ist hier zu erreichen (Passwort: „CAD“) https://elearning.ohmportal.de/course/view.php?id=3328

      Fazit

      Das Konzept wird von den Studierenden bislang sehr gut angenommen. Das vorgestellte Konzept erwies sich als sehr gut geeignet, um Lehrinhalte wie das Herangehen an die Bauteilmodellierung und die Anwendung der Software zu vermitteln. Studierende können die Screencasts für ihr persönliches Lerntempo verwenden und auch Inhalte wiederholen oder überspringen.

      Kontakt: Prof. Dr. Michael Koch, Fakultät MB/VS, michael.kochatth-nuernbergPunktde

      Im Detail

      Die Aktivitäts-Auswertungen im E-Learning-Portal zeigen eine regelmäßige Aktivität von ca. 40 Studierenden (im Semester immatrikuliert: 68, 1. Studiensemester!). Zuletzt fanden über 600 Zugriffe pro Woche von Studierenden statt. Da der Kurs anscheinend auch von Studierenden höherer Semester genutzt wird, waren zeitweise 117 Studierende eingeschrieben.

      Die Evaluation der LV ergab bei der Frage nach der Nützlichkeit der Videos im E-Learning-Portal bei 78% der Teilnehmer die beste Bewertung. 70% der Teilnehmer geben an, das E-Learning-Portal einmal pro Woche oder öfter zu nutzen. Der selbst eingeschätzte Wissensgewinn wurde 68% der Teilnehmer als „groß“ oder „sehr groß“ angegeben.

      Die Möglichkeit zum Online-Lernen wirkt sich scheinbar auch auf die Anwesenheit in den Präsenzveranstaltungen aus: Während in der Vorlesung (abhängig von der Lage im Stundenplan) meist ca. 30 Studierende anwesend waren, wurde das Tutorium durchweg sehr schlecht besucht.

      Abb.: Ergebnisse aus dem Moodle-Report und der Evaluation
      Günstige Hardware für professionelle Ergebnisse
      Ganz wichtig: guter Ton

      Bei Screencasts spielt der Ton eine sehr wichtige Rolle. Daher ist ein hochwertiges Mikrofon unbedingt notwendig. In dem hier vorgestellten Projekt kamen USB-Kondensator-Mikrofone von Conrad Electronic (www.conrad.de) und auna (www.auna.de) zum Einsatz. Vor allem die Komplettpakete von Auna mit Mikrofon, Popschutz, Spinne und Tischstativ sind ein sehr guter Kompromiss aus Preis und Leistung (im Set ca. 70 €). Ergänzt wurden die Mikrofone mit einem selbst hergestellten kleinen Schallschutz für ca. 5 € (sonst >50 €).

      Einfache Aufnahme-Software: Screenpresso

      Zur Aufnahme der Screencasts erschien die Standard-Software „Camtasia“ (165 €) bei Projektbeginn als zu teuer. Daher wurde für die Aufnahmen der Screenrecorder „Screenpresso“ (29 €) verwendet (www.screenpresso.com). Bei regelmäßiger Erstellung von Screencasts ist aber Camtasia mit seinen Schnittmöglichkeiten auf jeden Fall zu empfehlen.

      Maus gut visualisieren: SpotOnTheMouse

      Mit dem Programm „SpotOnTheMouse“ (15 €) ist für die Zuschauer sowohl im Screencast als auch in der Vorlesung die Maus immer gut zu sehen. Gedrückte Tasten werden mit dargestellt und erleichtern so das Nachvollziehen der Aktionen. www.markuswelz.de/software/index_de.html

      „Whiteboard Animations“ leicht gemacht: mysimpleshow

      Als Eyecatcher wurde ein Einführungsvideo im „Scribble“-Stil an den Beginn des E-Learning-Kurses gesetzt. Die Software für die Erzeugung dieser Videos ist oft extrem teuer. Die Firma Simpleshow Gmbh aus Berlin stellt Hochschulen einen nur leicht begrenzten Funktionsumfang kostenlos zur Verfügung. www.mysimpleshow.com 

      Mikrofon mit Schallschutz à la TH Nürnberg

      Kontakt