04.05.2013

Smiling Taiwan, Feel it, love it! - International Marketing Field Trip nach Taiwan

Im Sommersemester 2013 fand an der Fakultät Betriebswirtschaft der TH Nürnberg eine außergewöhnliche und in dieser Form bislang einzigartige Lehrveranstaltung statt.

Das Professorenteam Florian Riedmüller und Kai-Uwe Wellner organisierte für die Masterstudenten der BWL Studiengänge eine Forschungsreise zur Partneruniversität Feng Chia University in Taichung, Taiwan.
Die BW-Studierenden und Professoren starteten von 4. Mai 2013 bis 12. Mai 2013 in das Taiwanabenteuer. Durch die Auswahl abwechslungsreicher Vorlesungen an der Feng Chia University, Betriebsbesichtigungen namhafter taiwanesischer Firmen und kulturell geprägte Ausflüge konnten die Erwartungen der Teilnehmer bei weitem übertroffen werden.
Empfangen wurde die Studiengruppe in der 2,6-Millionen-Stadt Taichung von Studierenden internationaler Fachrichtungen der Feng Chia Universität. Die Lehrveranstaltungen an der Feng Chia University vermittelten ein noch eingängigeres Verständnis über Kultur und Mentalität Taiwans. Auf dem Vorlesungsplan standen eine Einführung in die taiwanesische Agrarwirtschaft, die Auswirkung des digitalen Zeitalters auf Taiwan sowie ein Crashkurs in Chinesisch.
Mithilfe der Betriebsbesichtigungen gelang es der Studentengruppe erste Businesskontakte zu taiwanesischen Firmen knüpfen und einen Überblick über die Organisation taiwanesischer Betriebe zu gewinnen. Bei Jabil Greenpoint, einem der weltweit größten „electronic contract manufacturer“ mit über 120.000 Mitarbeitern erlebten die Nürnberger Studierenden wie Internationalität funktioniert: Auf 20 nagelneuen deutschen (oder besser gesagt schwäbischen) computergesteuerten CNC Fräsmaschinen (Stückpreis je 3 Mio. Euro) wurden Formen für Apple, HTC und Samsung Handyschalen gefräst. Auch das sechswöchige Training von 15 taiwanesischen Mitarbeitern in der Nähe von Stuttgart und die anschließende 3-Monatsschulung durch drei deutsche Spezialisten an den Maschinen in Taiwan begeistern die Mitarbeiter.
Ähnlich positiv waren die Erfahrungen größten taiwanesischen Hsinchu Science Park. Gegründet vor 20 Jahren mit dem Umbruch von Textil/Schuhindustrie hin zu IT-Software- Server-Speicherplattentechnik, arbeiten und forschen dort mittlerweile 120.000 Menschen und geben die weltweite Taktung bei Speicherchips an. Der Besuch und Empfang durch den CEO bei der Firma TSMC (3. größter Chiphersteller der Welt) im Hsinchu Science Park war dann wohl auch der Höhepunkt der Reise.
So ist es nicht verwunderlich, dass Taiwan für Deutschland und umgekehrt ein sehr wichtiger, wenn auch erst auf dem zweiten Blick, Markt ist.
Abgerundet wurde die Studienreise dann mit einem Besuch der Hauptstadt: Taipeh. Das Highlight war hier ganz klar die buddhistische Zeremonie im Longshan Tempel. Kein Land zeigt so sehr seine Verwurzelung in klassischer chinesischer, buddhistischer, liberaler Tradition und weltweiter, innovativer Offenheit und Fleiß (und auch im Vergleich zu China, hoher demokratischer Entwicklung) wie Taiwan.

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