Das didaktische Konzept "Service Learning" setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:

Studierende setzen ihre Fachkenntnisse aus dem Studium im Rahmen eines „Service Learning-Projekts“ bei gemeinnützigen Organisationen in der Region ein (Service). Grundlage der Zusammenarbeit ist eine klar definierte Fragestellung. Die Studierenden erschließen sich neue Erfahrungsräume, übernehmen gesellschaftliche Verantwortung und stellen einen Anwendungsbezug zu akademischen Lerninhalten her.

Die Learning-Komponente findet in begleitenden Lehrveranstaltungen, einem Lehrprojekt oder einer Abschlussarbeit an der Hochschule statt. In diesen Veranstaltungen wird das Engagement reflektiert, mit Lehrinhalten verknüpft und die erworbenen Kompetenzen nachhaltig gefestigt (Learning).

Was fällt NICHT unter Service Learning?

Im Unterschied zu anderen Formen studentischen Engagements haben im Service Learning curricular verankertes Lernen und praktische Anwendung den gleichen Stellenwert. Service Learning ist beispielsweise kein privates Ehrenamt sondern immer mit Studium und Lehre verknüpft.

  • Service Learning ist kein Praktikum, da hier keine curriculare Verankerung vorliegt.
  • Service Learning ist kein privates Ehrenamt sondern immer mit Studium und Lehre verknüpft.

Service Learning Angebote an der TH charakterisieren sich durch folgende Merkmale:

  •     Studierende engagieren sich bei gemeinnützigen Partnern in der Region & setzen dabei eigene Kompetenzen ein.
  •     Das Engagement ist eingebunden in eine Lehrveranstaltung, ein Lehrprojekt oder eine Abschlussarbeit.
  •     Es liegt eine konkrete, klar definierte Fragestellung des gemeinnützigen Partners vor.
  •     Das Engagement der Studierenden wird kontinuierlich durch Hochschule und Vertreter*innen der  Kooperationspartner vor Ort fachlich begleitet und schließt mit einer Reflexion ab.
  •     Laufzeit: in der Regel innerhalb eines Semesters
  •     Die Anerkennung des Engagements ist z. B. durch ECTS, Zertifikate oder einer Aufführung im Abschlusszeugnis möglich.
  •     Darüber hinaus können sich die Studierenden mit ihren Service Learning-Projekten für den PRO NORIS Preis der Bürgerstiftung Nürnberg bewerben.
  •     Das Service Learning-Angebot darf keine Konkurrenz für den Ersten Arbeitsmarkt darstellen.

 

Weiterführende Literatur

Weiterführende Literatur zum Konzept und Umsetzung von Service Learning an Hochschulen finden Sie hier:

Service Learning an Hochschulen – Konzeptionelle Überlegungen und innovative Beispiele
Autor*innen: Prof. Dr. Doris Rosenkranz, Silvia Roderus und Prof. Dr.-Ing. Niels Oberbeck