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Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Mittwoch, 25. April 2012

Das war eine Oscar-reife Leistung!

Filmplakat zu "Hugo Cabret"

Das Studienfach „Film & Animation“ im Studiengang Design hat schon viele preiswürdige Filme und erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen hervorgebracht. Nun geht die bisherige Erfolgsgeschichte weiter: Es gab Oscars für zwei Filme, an denen Ohm-Absolventen mitgewirkt hatten. Einer von ihnen durfte sogar bei der Oscar-Verleihung mit dabei sein.

Als im Hollywood & Highland Center in Los Angeles die diesjährigen Oscars verliehen wurden, sollte das für drei ehemalige Design-Studierende der Ohm-Hochschule zu einem ganz besonderen Ereignis werden: Obwohl sie an unterschiedlichen Projekten mitgearbeitet hatten, konnten sich alle drei über eine der legendären Auszeichnungen freuen, denn sowohl der Film „Hugo“ als auch der Animationsfilm „Rango“ wurde mit den begehrten goldenen Statuen ausgezeichnet.

„Hugo“: Preis für visuelle Effekte

Der in Stereo-3D gedrehte Film von Meisterregisseur Martin Scorsese, der in Deutschland unter dem Titel „Hugo Cabret“ läuft, war bei der Verleihung bereits in den Kategorien Kamera, Szenenbild, Tonmischung und Tonschnitt ausgezeichnet worden, als schließlich auch die visuellen Effekte mit einem Oscar belohnt wurden. Zum Siegerteam der Firma Pixomondo gehörten Tobias Wiesner und Duc Minh Tran, beide ehemalige Studierende von Prof. Jürgen Schopper, der am OHM „Film & Animation“ lehrt.

Duc Minh Tran erinnert sich: „Im Studium wollten wir filmisch Neues auf die Beine stellen und wie einst der Pionier George Méliès durch Illusion den Zuschauer verzaubern. Vor allem Letzteres hatte mich schon seit meiner Kindheit fasziniert und meine berufliche Laufbahn als 3D-Modeler und -Animator wesentlich bestimmt. Bei Martin Scorseses Hugo durfte ich an einem großartigen Film mitarbeiten, der am Ende sogar mit fünf Oscars ausgezeichnet wurde.“

Auch Tobias Wiesner zeigt sich begeistert von seinem Studium am OHM: „Die Hochschule war für mich die ideale Basis, um ein breites Verständnis von Gestaltung und Technik aufzubauen. Dort hatte ich die Möglichkeit, unter der Leitung sehr engagierter und erfahrener Professoren zusammen mit anderen talentierten Studierenden ambitionierte Filmprojekte zu verwirklichen. Ich entdeckte meine Begeisterung für das Compositing, die Kombination von gefilmten und virtuell erzeugten Bildelementen zu einer glaubhaft erweiterten Realität. Professionell konnte ich erstmals während meines Praxissemesters bei ARRI Film & TV in München im Bereich Compositing tätig werden. Nach meinem Studium kam dann Pixomondo Frankfurt auf mich zu und hat mir angeboten, an den visuellen Effekten für den Film Hugo mitzuarbeiten. Dabei habe ich das Compositing der Traum-Verwandlungssequenz gestaltet, die auch mehrfach während der Oscar-Verleihung gezeigt wurde.“

Mittlerweile arbeitet Tobias Wiesner bei der Firma „Moving Picture Company“ in London und feilt an seiner internationalen Karriere.

„Rango“: Preis für den besten animierten Spielfilm

Innerhalb der Branche war die Überraschung nicht groß, als „Rango“ in der Kategorie „Bester Animationsfilm” ebenfalls einen Oscar erhielt, denn der erste Animationsfilm aus dem Haus der legendären Firma „Industrial Light & Magic“ (ILM) hatte vorher bereits die beiden renommierten „Annie“- und „VES-Awards“ abgeräumt.

Florian Witzel, ebenfalls Absolvent des Studienfachs „Film und Animation“, erzählt: „Bei Rango wurde der gesamte Film digital kreiert, darunter 90 verschiedene Charaktere und viele Sets. Es dauerte ungefähr drei Jahre, bis alles umgesetzt war. Meine Aufgabe dabei war die Simulation sowie das Lighting und Rendering von Naturelementen wie Wasser, Feuer, Rauch und Staub. Stellvertretend für die vielen Künstlerinnen und Künstler, die an dem Film mitgearbeitet hatten, durfte ich die ILM-Leitung zu den 84th Academy Awards begleiten. Filme von ILM haben mich von Kindheit an fasziniert. Während meines Studiums am OHM haben wir mit Prof. Schopper viele historische Filmbeispiele von Industrial Light & Magic besprochen und analysiert, was mich immer extrem inspirierte. Sechs Jahre nach meinem Diplom die ILM-Supervisor über den roten Teppich zu begleiten und dabei zu sein, wie die Firma den Oscar für den besten animierten Film erhält, war für mich ein aufwühlendes Erlebnis.“

Preisträger hält Workshop am OHM

Prof. Jürgen Schopper gratulierte seinen ehemaligen Studierenden zu dieser Sternstunde und auch von vielen ehemaligen Kommilitonen gingen Glückwünsche zu dieser besonderen Auszeichnung ein. „Solche Erfolge sind gleichzeitig Vorbild und Ansporn für die, die momentan an unserer Fakultät studieren“, ergänzt Prof. Schopper, der selbst an der Ohm-Hochschule studiert hat.

Der Preisträger Tobias Wiesner möchte sein Fachwissen auch an die jetzigen Design-Studierenden am OHM weitergeben: Er hat sich bereit erklärt, einen mehrtägigen Workshop über sein Spezialgebiet Digital Compositing an der Hochschule zu halten.

Hinweis für Redaktionen:
Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an Prof. Jürgen Schopper, Tel. 0911/5880-2692, E-Mail:
juergen.schopper@ohm-hochschule.de +++ Gerne hilft auch die Hochschulkommunikation weiter, Tel. 0911/5880-4101, E-Mail: presse@ohm-hochschule.de

Mittwoch, 25. April 2012
 
 
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