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Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Freitag, 15. Juli 2016

TH Nürnberg baut Forschungshäuser für energieeffizientes Wohnen

Spatenstich HerzoBase

Die HerzoBase II Forschungshäuser sind für die TH Nürnberg eines der bedeutendsten Forschungsvorhaben. Die TH Nürnberg entwickelt neuartige Baustoffe und zeigt mit diesem innovativen Ansatz: Energieeffizientes, wohngesundes Bauen ist realisierbar. Das Modellprojekt unter der Projektleitung der TH Nürnberg ist ein Verbundprojekt des EnergieCampus Nürnberg, der Stadt Herzogenaurach sowie als Bauherrin der Raab Baugesellschaft mbH & Co.KG mit weiteren Industriepartnern. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Projekt mit rund 1,1 Mio EUR.

Das Modellprojekt ist ein über die Metropolregion Nürnberg hinaus ausstrahlendes Ergebnis der Energie-Effizienzforschung der TH Nürnberg. Die Hochschule ist auch mit diesem Projekt ein entscheidender
Innovationsmotor in der Region. Die TH Nürnberg leistet damit einen wichtigen Beitrag in der Diskussion DER Schlüsselfragen unserer Zukunft:

  • Wie kann der Energiebedarf unserer Gesellschaft reduziert werden?
  • Welche Baustoffe und neuartigen Energiekonzepte sind für eine Massenproduktion tauglich?


Durch die aktuellen Diskussionen zu den Auswirkungen des Klimawandels hat die Debatte um die Entwicklung energieeffizienter Gebäude auch in den Kommunen an Bedeutung gewonnen.

Mit dem Spatenstich am 14.7.2016 starteten die Forschungshäuser in eine spannende Bauphase.
Der Reihenhauskomplex mit acht Einheiten zeigt als best practice-Projekt eine nachhaltige Energie-versorgung eines Wohnquartiers im sogenannten Plusenergie-Standard. Das Projektziel ist, eine neuartige Technik zu entwickeln, die über den aktuellen status quo in der Wärmedämmung, Energieerzeugung, -speicherung und -versorgung eines Reihenhauskomplexes weit hinausgeht und auf den Bau künftiger Reihenhausprojekte, Einfamilienhäuser, Wohngruppen und kleinerer Industriebetriebe übertragen werden kann.
Neben innovativer Gebäudetechnik, regenerativer Energie-Erzeugung und neuartiger Speicherung werden neu entwickelte hochwärmedämmende Baustoffe auf der Basis von hydrophober Kieselsäure
eingesetzt.

Das Bauvorhaben ist in drei Phasen unterteilt:

  • Die Vorentwurfsphase
  • Die Ausführungsplanung
  • Die Bauphase
  • Die Betriebsoptimierung
  • Das Monitoring, das über die Fertigstellung der Häuser hinaus noch eine Zeit weiterlaufen wird.


Parallel zum Bauverlauf finden im Labor Begleitversuche für die weitere Baustoff- und Werkstoffentwicklung statt, um heute noch bestehende Wärmebrücken in der Gebäudefassade auszuschalten. Die dazu benötigten Bauprodukte, hochwärmedämmende POROTON-Ziegel wurden für dieses Bauprojekt auf dem EnergieCampus Nürnberg entwickelt. Sie werden mit einem neuartigen wasserabweisenden, nicht brennbaren Dämmstoff, basierend auf Kieselsäure, befüllt. Auf Wärmedämmverbundsysteme haben die Entwickler vollständig verzichtet.

Die Ergebnisse aus den Laborversuchen, den Berechnungen sowie den Sensitivitätsstudien fließen in die Baustoff-Entwicklung, die Komponentenauslegung und Realisierung der Betriebsführungsstrategie mit ein. Die Phase der Betriebsoptimierung und des intensiven Monitorings schließt sich an die Bauphase an.

Bilanzierend fasst Prof. Dr. Michael Braun, Präsident der TH Nürnberg zusammen: „Um die genannten Anforderungen abgestimmt umzusetzen, bedarf es eines Gesamtkonzepts für die Gebäudehülle, die Gebäudetechnik und die Anlagentechnik. Durch die Zusammenarbeit mit der Stadt Herzogenaurach und der Bürgerinitiative Agenda 21 Herzogenaurach läuft dies sogar in einem unmittelbaren Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern. Wir freuen uns sehr über die Förderung dieses innovativen und zukunftsweisenden Bauprojekts durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.“ Projektleiter Prof. Dr. Wolfgang Krcmar betont die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Herzogenaurach: „Wir danken der Stadt Herzogenaurach und der Bürgerinitiative Agenda 21 sowie der Raab Baugesellschaft mbH & Co.KG für ihr Engagement in der Entwicklung eines innovativen und zukunftsweisenden Modells für energieeffizientes Wohnen, das den Kommunen Unterstützung bietet in der Beantwortung einer der Schlüsselfragen der Zukunft: Wie können wir uns in Zukunft durch intelligentes Bauen die Energie für unser Wohnen organisieren:“


Hinweis für Redaktionen:
Kontakt:
TH Nürnberg, Prof. Dr. Wolfgang Krcmar, Tel. 0911/5880-3110, E-Mail:
wolfgang.krcmar@th-nuernberg.de

Hochschulkommunikation, Tel. 0911/5880-4101, E-Mail: presse@th-nuernberg.de

Erstellt von KOM/ab am Freitag, 15. Juli 2016
 
 
Pressemitteilung als PDF downloaden:
TH_Nürnberg_HerzoBase_II_Spatenstich_am_140716.pdf58 K
 
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