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Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Donnerstag, 10. April 2014

Animationsfilm feiert Debüt in Cannes

Erfolg durch Weiterbildung

Der Animationsfilm „Tea Time“ stellt die Odyssee eines alterskranken Bibliothekars vor.

Ein weiterer Animationsfilm aus der Fakultät Design der Technischen Hochschule Nürnberg feiert sein Debüt bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes. Der Kurzfilm „Tea Time“ ist die Abschlussarbeit von Marie Kister, Thomas Schienagel, Marcel Knüdeler und Wilfried Pollan im Studienfach Film & Animation und stellt in siebeneinhalb Minuten die Odyssee eines alterskranken Bibliothekars vor.

„German Films“, das nationale Informations- und Beratungszentrum für die internationale Verbreitung deutscher Filme, wählte in diesem Jahr unter 58 Einreichungen von 13 Hochschulen „Tea Time“ in die begehrte Auswahl „Next Generation Short Tiger“. Diese wird bei den Filmfestspielen in Cannes vorgestellt. Damit ist bereits zum dritten Mal ein Film der TH Nürnberg in Cannes zu sehen. Nach dem Auftakt in Cannes wird „Tea Time“ ein Jahr lang durch „German Films“ weltweit im Rahmen von vielen Festivalprogrammen präsentiert.

Ernste Thematik

Prof. Jürgen Schopper, der an der Fakultät Design der TH Nürnberg Film & Animation unterrichtet, hatte den Film zu „Next Generation Short Tiger 2014“ eingereicht. Zusammen mit seinen Kollegen Prof. Dr. Max Ackermann und Prof. Burkard Vetter betreute und unterstützte er die Studierenden dabei, das ernste Thema einer Alterskrankheit in sensiblen und surrealen Bildern darzustellen. „Auf Wunsch einer jungen Frau begibt sich der alte Bibliothekar Paul auf die Suche nach einem Buch. Dabei beginnen die Grenzen von Wirklichkeit und Illusion zu verschwimmen und nichts ist mehr so, wie es scheint“, beschreiben die Studierenden ihren Film.

Während die Zuschauerinnen und Zuschauer den Protagonisten in knapp siebeneinhalb Film-Minuten auf seiner Odyssee durch eine gigantische Bibliothek begleiten, benötigten die Studierenden hingegen zwei Jahre um diese Welt zu gestalten, am Rechner umzusetzen und schließlich zu animieren. Hinter den Kulissen der Produktion konzipierten sie in acht Monaten zunächst die Geschichte um den betagten Bibliothekar, entwarfen die Figuren und virtuellen Sets. Die restliche Produktionszeit wurde in die aufwändige Animationsarbeit und die nachfolgende Postproduktion verwendet. Die Studierenden wurden unter anderem unterstützt von dem bekannten Schauspieler und Synchronsprecher Osman Ragheb sowie Julie Weigand, die den Protagonisten ihre Stimme verliehen haben. Auch ein Orchester, bestehend aus den Mitgliedern der Metropolmusik und Studierenden der Musikhochschule Nürnberg, wirkte beim Film mit.

Hohe Qualität

„Der Film ‚Tea Time‘ ist eine No-Budget-Produktion und lässt umso mehr staunen, in welch hoher Qualität er sich präsentiert“, so Prof. Jürgen Schopper. Die Umsetzung stellte die Studierenden immer wieder vor neue Herausforderungen, denn nicht nur in Storytelling, Gestaltung und Animation musste das Team seine Kreativität unter Beweis stellen, sondern auch im Umgang mit den riesigen Datenmengen, die die zur Verfügung stehende Rechnerleistung oft an ihre Grenzen brachte. „Unsere vier jungen Filmemacherinnen und Filmemacher haben gezeigt, dass man gerade auch mit einem Animationsfilm ernste und komplexe Themen allgemeinverständlich aufbereiten und klug erzählen kann“, freut sich Prof. Jürgen Schopper. „Sie fühlen sich mit der Einladung zu den Filmfestspielen sehr geehrt und freuen sich schon sehr auf Cannes.“

Hinweis für Redaktionen:
Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an Prof. Jürgen Schopper, Tel. 0911/5880-2692, E-Mail: juergen.schopper@th-nuernberg.de. Gerne hilft auch die Hochschulkommunikation weiter, Tel. 0911/5880-4101, E-Mail: presse@th-nuernberg.de.

 

 

Donnerstag, 10. April 2014
 
 
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