
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Fakultät Sozialwissenschaften
| F 10 | Hochstrittige Eltern in Sorge- und Umgangsrechtsverfahren |
| Termin | Mittwoch, 15. Mai 2013, 9.00–17.00 Uhr |
| Anmeldeschluss | Montag, 15. April 2013 |
| Ort | Technische Hochschule Nürnberg Fakultät Sozialwissenschaften Bahnhofstraße 87 90402 Nürnberg |
| Referent | Prof. Dr. Dieter Brosch, Dr. jur., Dipl.-Psychologe |
| Beschreibung | Eskalierte Elternkonflikte sind in Sorge- und Umgangsrechtsverfahren für alle am Verfahren beteiligten professionellen Kräfte mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden. Für die Verfahrensweise und die Entscheidungspraxis ist es wichtig zu wissen, ob, unter welchen Voraussetzungen und ggf. wie zwischen Eltern bei hohem Konfliktniveau im Interesse und zum Wohle der Kinder eine einvernehmliche und tragfähige Lösung zwischen den Erwachsenen erreicht werden kann. Anhand von Beiträgen und Fallbeispielen aus der gutachterlichen Praxis wird u.a. mittels Videodokumentation auch auf Eigentümlichkeiten eingegangen, wie sie in besonderen Fallkonstruktionen, z.B. beim Vorwurf eines sexuellen Missbrauchs, auftreten. Häufig besteht die Annahme, ein solcher Vorwurf geschehe absichtlich. Das ist eher selten der Fall. Vielmehr verändert sich die Wahrnehmung bei hochstrittigen Fällen. Besteht dann ein „Verdacht“, wird suggestiv nachgefragt und Äußerungen eines Kindes entsprechend in den Kontext eingeordnet. Besonders problematisch ist es, wenn dann die Überzeugungshaltung eines solchen Elternteils durch „Professionelle“ bestärkt wird. Gleiches gilt beispielsweise auch für Fälle eines vermeintlichen Stalking, in denen vorschnell die Diagnose eines sog. zurückgewiesenen Stalkers gestellt wird, mit fatalen Folgen, weil im Fall von Stalking immer zu einem völligen Kontaktabbruch geraten wird. Das bedeutet auch, dass ein Umgang eines Kindes mit dem anderen Elternteil nicht mehr stattfindet. In beiden Fällen, Vorwurf des sexuellen Missbrauchs und Stalking, dürfte Beratung sehr schwierig sein. Schließlich sollte den Teilnehmern auch Fragen aus ihrer Praxis ermöglicht werden." |
| Zielgruppe | FamilienrichterInnen, RechtsanwältInnen, Mitarbeiter aus Jugendämtern, Verfahrensbeistände |
| Kontakt und Information | dieter.brosch@th-nuernberg.de |
| Teilnahmegebühr | 95,00 € |
| Anmeldung | Vivienne Talarczyk Telefon: 0911 5880-2551 E-Mail: sw-fortbildung@th-nuernberg.de |
