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Warum wurde die Georg-Simon-Ohm-Hochschule zur Technischen Hochschule Nürnberg ernannt? Wie wird sie sich in den nächsten Jahren entwickeln? Wo werden inhaltliche Schwerpunkte gesetzt? Was passiert aktuell in der Hochschule? Antworten auf diese und andere Fragen finden sich in der neuesten Ausgabe des Hochschulmagazins OHM-Journal, die Ende April erschienen ist.
Darüber hinaus informiert das 68 Seiten starke Magazin über aktuelle Projekte an der Hochschule.
Als ein historisches Ereignis für Nürnberg bezeichnet Präsident Prof. Dr. Michael Braun die Aufwertung der Georg-Simon-Ohm-Hochschule zur Technischen Hochschule. Schon vor 150 Jahren wurde der erste Versuch unternommen, die städtische polytechnische Schule zu Nürnberg – Vorläufereinrichtung der Georg-Simon-Ohm-Hochschule – zur Technischen Hochschule machen. Nun ist dieser Schritt geschafft, und der Präsident der Technischen Hochschule Nürnberg begründet, warum die ganze Metropolregion Nürnberg von dieser Auszeichnung profitieren wird. Besonders gute Noten erhielt die Technische Hochschule Nürnberg für ihre selbst im bundesdeutschen Vergleich hohen Einnahmen an Drittmitteln, für ihr breites Fächerspektrum und für ihre Leistungsfähigkeit in den technischen Fächern.
Bayerischer Innovationspreis
Eine gemeinsame technische Entwicklung und ihre Vermarktung ist der Grund, warum der bayerische Innovationspreis 2012 an die Technische Hochschule Nürnberg und die Firma Rauschert Steinbach GmbH ging. In der Fakultät Werkstofftechnik hatten Prof. Dr. Thomas Frey und sein damaliger Mitarbeiter Dr. Hannes Kühl einen Hochleistungsheizer entwickelt und die Innovation als Hochleistungszündsystem für Holzpelletheizungen vermarktet. Seit 2008 werden die keramischen Elemente in Serie gefertigt. Die patentierten Glühzünder werden als automatische Zündsysteme in Pelletheizungen und Pelletöfen verbaut.
Stark in der Onlineberatung
Im Bereich der Onlineberatung ist die Technische Hochschule Nürnberg traditionell gut aufgestellt. Seit 2008 wird an der Fakultät Sozialwissenschaften Studierenden eine Zusatzausbildung zur zertifizierten Onlineberaterin oder zum zertifizierten Onlineberater angeboten. Das jährlich an der Hochschule stattfindende Fachforum Onlineberatung konnte letzten Herbst mit rekordverdächtigen Teilnehmerzahlen sein fünfjähriges Jubiläum feiern. Im Januar 2013 wurde an der Technischen Hochschule das Institut für E-Beratung gegründet, das Projekte, Expertenwissen und Aktivitäten internetgestützter Beratung bündelt. Das Institut knüpft an die bisher gemachten Erfahrungen an und erweitert den Fokus auf weitere Formen internetgestützter und elektronisch vermittelter Beratungsleistungen.
Der OHM-Krabbler als Katastrophenhelfer
Eine neuartige Spezies auf dem Hochschulcampus ist der so genannte OHM-Krabbler, der zurzeit im 3D-Visualisierungszentrum entwickelt wird. Der Laufroboter nach dem biologischem Vorbild der Spinne soll in seiner ausgereiften Form als Katastrophenhelfer eingesetzt werden. Prof. Dr. Rüdiger Hornfeck, Prof. Dr. Peter Heß und ihr Team arbeiten daran, dass der Krabbler weniger Energie verbraucht als vergleichbare elektrische Laufroboter und dass er im Ernstfall auch von Menschen ohne vertiefte Programmierkenntnisse bedient werden kann. Es soll auch untersucht werden, inwieweit sich die Programmierung des Roboters automatisieren lässt. Das Projekt wird fünf Jahre lang im Rahmen des Bionik-Forschungsprogramms bionicum gefördert.
Weitere Themen im aktuellen OHM-Journal sind
- neue Studienangebote an der Technischen Hochschule Nürnberg
- eine Bachelorarbeit aus der Fakultät Design als neuer Imagefilm der Metropolregion
- Tutorien als Unterstützung für Studierende
- eine ökonomische Beleuchtung in Flugzeugen
- ein Stromtacho für die eigenen vier Wände
- ein deutsch-russisches Seminar zur Usability, also Gebrauchstauglichkeit von Produkten
- Berichte von Studierenden aus dem Ausland
- eine neuartige Hochschul-App, die bei der Wahl des richtigen Studiengangs hilft
- der Schülertag Chemie mit spannenden Experimenten
und vieles mehr.